Frühjahrsputz in Torgelow: Hunderte Freiwillige schaffen gemeinsam Ordnung
Frühjahrsputz vereint Hunderte Freiwillige in Torgelow

Frühjahrsputz in Torgelow: Eine Stadt räumt gemeinsam auf

Am vergangenen Samstag verwandelte sich Torgelow in eine einzige große Aufräumaktion. Knapp 150 Freiwillige durchkämmten das gesamte Stadtgebiet, um die Spuren des Winters zu beseitigen und die Stadt für den Frühling herzurichten. Die beeindruckende Gemeinschaftsaktion demonstrierte eindrucksvoll, wie stark gemeinsames Engagement wirken kann.

Organisierter Einsatz mit breiter Beteiligung

Schon vor dem offiziellen Start um 9 Uhr waren die Teams im Rathausinnenhof eingeteilt und machten sich zielstrebig auf den Weg in ihre Einsatzgebiete. Corina Lutz aus der Verwaltung, die für die Organisation verantwortlich zeichnete, zeigte sich begeistert: „Wir hatten 127 Anmeldungen und ich glaube, es sind sogar noch ein paar mehr Leute gekommen. Insbesondere aus Vereinen.“ Die Jugendfeuerwehr war mit insgesamt 24 Mädchen und Jungen samt ihren Betreuern Marco Weber, Benny Maaß, Max Neumann und Jugendwart Toni Port prominent vertreten.

Während die jungen Kameraden den Bereich um den Brunnen auf dem Marktplatz auf Vordermann brachten, kümmerte sich ein Teil der Truppe bereits um die Verpflegung und bereitete den Grill für die abschließende Stärkung vor.

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Integration durch praktisches Engagement

Besonders bemerkenswert war die vielfältige Zusammensetzung der Helferinnen und Helfer. In der Ueckerpassage kümmerten sich Matilda und Luna mit ihrer Mutter um die Rabatten, während nur ein kleines Stück weiter Tanja und Ilias Martens, Spätaussiedler aus Russland, den Uferbereich der Uecker von Laub und Müll befreiten. Die beiden beteiligten sich bereits zum zweiten Mal am Frühjahrsputz, obwohl sie erst ein Jahr in Deutschland leben.

„Wir möchten mithelfen, diese kleine, tolle Stadt sauberzumachen“, erklärte Tanja Martens, die als Mathematik- und Kunstlehrerin in der Regionalen Schule arbeitet. Ihr Mann fügte hinzu: „Vielleicht finden wir so auch neue Freunde.“ Diese Einstellung zeigte beispielhaft, wie praktisches Engagement zur Integration beitragen kann.

Jugendliche übernehmen Verantwortung

Auf und um den Kreisel vor der Stadtbibliothek war der Kinder- und Jugendbeirat mit sechs jungen Leuten sowie Birgit Falk und Sebastian Schlupp vom Jugendzentrum Spechtberg im Einsatz. Sie harkten die Beete um das Rondell und die Fläche mit den drei Gussteilen. Ian Stachowski vom KJB informierte: „Außerdem versuchen wir, die ganzen Aufkleber an den Schildern zu entfernen.“

Der unlängst von einer Anwohnerin kritisierten Hasenspielplatz wurde von Stadtvertreter Ingo Bünning und viereinhalb Mitstreitern bearbeitet. „Vor allem um die Bänke herum liegen massenhaft Kippen, obwohl hier eigentlich überall Papierkörbe mit Aschenbechern herumstehen“, monierte Bünning. Am Ende präsentierte sich der Spielplatz jedoch in picobello Zustand.

Positive Bilanz und Gemeinschaftsgefühl

Bürgermeisterin Kerstin Pukallus betonte die breite Beteiligung: „Es war ein emsiges Treiben in der ganzen Stadt. Dabei kommt schon so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl auf.“ Sie staunte über die Menge des gesammelten Mülls und zog ein durchweg positives Resümee: „Nicht meckern, sondern mitmachen, war heute das Motto. Und das hat schon gut funktioniert.“

Am Ende der erfolgreichen Aktion gab es für alle fleißigen Helferinnen und Helfer eine Bratwurst, die von der Jugendfeuerwehr gegrillt und von Jugendwart Toni Port ausgegeben wurde. Die Säcke mit dem gesammelten Unrat wurden von Mitarbeitern des Bauhofes mit einem Fahrzeug eingesammelt, sodass Torgelow nun frisch und sauber in den Frühling starten kann.

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