Goldbarren-Fund in Bannewitz: Vereine hoffen auf wertvollen Schatz
Fast wie im Märchen: Ein Mitarbeiter der Gemeinde Bannewitz im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat bei seiner Arbeit einen kleinen Goldschatz entdeckt. Der Klärwärter des örtlichen Abwasserbetriebes stieß im Oktober beim Rasenmähen auf die wertvollen Stücke. Bürgermeister Heiko Wersig bestätigte den außergewöhnlichen Fund, über den zunächst die „Bild“-Zeitung berichtete.
Zehn Goldbarren am Regenrückhaltebecken gefunden
Nach der Meldung durch den aufmerksamen Mitarbeiter untersuchte das Ordnungsamt der Gemeinde das Gelände genauer. An einem Regenrückhaltebecken wurden insgesamt zehn Goldbarren entdeckt, von denen jeder genau eine Unze wiegt. Der Fundort liegt im südlich von Dresden gelegenen Bannewitz, einer Gemeinde mit etwa 11.000 Einwohnern.
Polizei schließt Straftat aus
Um sicherzugehen, dass die Goldbarren nicht aus einer kriminellen Handlung stammen, zog die Gemeinde umgehend die Polizei hinzu. Ein Polizeisprecher bestätigte später, dass die Barren keinem bekannten Verbrechen zugeordnet werden konnten. Auch die Ermittlungen zu einem möglichen Eigentümer blieben ergebnislos.
Obwohl etwa ein Dutzend private Hinweise eingingen – unter anderem sogar aus Hamburg – konnte niemand anhand der Seriennummern nachweisen, der rechtmäßige Besitzer zu sein. Die Goldbarren ließen sich somit keinem konkreten Eigentümer zuordnen.
Frist läuft am 17. April ab
Gemäß dem deutschen Fundrecht läuft am 17. April 2026 die gesetzliche sechsmonatige Aufbewahrungsfrist für Fundsachen ab. Wenn sich bis zu diesem Stichtag niemand meldet, der seinen Eigentumsanspruch nachweisen kann, geht der Goldschatz in den Besitz der Gemeinde Bannewitz über.
Vereine sollen vom Gold profitieren
Bürgermeister Heiko Wersig hat bereits konkrete Pläne für die Verwendung des wertvollen Fundes: „Wir sind gerade mit dem Gemeindrat dabei, eine Vereinsförderungsrichtlinie für unsere Kommune zu erarbeiten und wollen gerne das Geld sozusagen als Startkapital dafür verwenden.“
Derzeit befinden sich die Goldbarren noch bei der Polizei. Die Gemeinde plant, sie am 17. April abzuholen und anschließend zu verkaufen. Zum tagesaktuellen Goldkurs haben die zehn Unzen einen Wert von fast 40.000 Euro.
Ehrenamtliche Arbeit würdigen
Mit dem Erlös aus dem Goldverkauf möchte die Gemeinde Bannewitz insbesondere örtliche Vereine unterstützen. „Man wolle den Ehrenamtlichen, die sich etwa beim Sport, in der Musik oder für Senioren engagieren, etwas zurückgeben“, erklärte Bürgermeister Wersig. Die geplante Vereinsförderungsrichtlinie soll sicherstellen, dass das Geld sinnvoll und nachhaltig in die Gemeinschaft investiert wird.
Der unerwartete Goldfund könnte somit nicht nur für Aufsehen sorgen, sondern auch langfristig das Vereinsleben in Bannewitz bereichern. Bis zum 17. April bleibt jedoch noch die Möglichkeit, dass sich der rechtmäßige Eigentümer der Goldbarren meldet.



