Neue Farben für das Vereinsgebäude: KuT bereitet sich auf Jubiläumsfeier vor
Gadebusch • Der Gadebuscher Verein für Kultur und Toleranz (KuT) feiert im Oktober dieses Jahres seinen 29. Geburtstag, doch die Vorbereitungen für das große 30. Jubiläum im Oktober 2027 laufen bereits auf Hochtouren. Bei einem Graffiti-Workshop konnten Kinder und Jugendliche die Fassaden des Vereinsgebäudes neu gestalten, während am Abend ein Punkkonzert für Erwachsene stattfand.
Graffiti-Workshop mit fachkundiger Anleitung
Zahllose Spraydosen in verschiedenen Farben warteten auf den Holztischen, die schon oft besprüht wurden, auf die Teilnehmer. Mehr als 30 Kinder und Jugendliche, so viele wie nie zuvor, nutzten die Gelegenheit, um sich legal und ohne Angst vor Konsequenzen an einer Hauswand auszuprobieren. Möglich gemacht wurde dies durch den KuT, der einen Hamburger Graffiti-Künstler einlud, um fachkundige Anleitung zu bieten. „Wir haben das auch schon zum 20. und 25. Vereinsbestehen gemacht. Also soll die Fassade auch fünf Jahre später wieder erneuert werden“, erklärte Terese Dannert, Vorsitzende des Vereins.
Die Ideen der jungen Künstler waren grenzenlos, sodass am Ende eine Vielzahl bunter Zeichnungen entstand, die nun die Fassade bis zum kommenden Jahr schmücken. „Alle Zeichnungen sind tatsächlich durch die Kinder entstanden. Es ist schon imposant, wenn man sieht, welche Kreativität in ihnen steckt“, sagte Timmi-Thorsten Hennig, Mitglied des KuT. Die Fassaden können jederzeit von Besuchern angeschaut werden und dienen als lebendiges Zeugnis der Gemeinschaftsarbeit.
Punkkonzert für einen guten Zweck
Am Abend wechselte die Stimmung im Vereinsheim am Amtsbauhof von kreativer Ruhe zu lauter Punkmusik. Die Gadebuscher Gruppe Don Kanaille sowie die Bands Dosenstolz und Getwell Denial sorgten für eine energiegeladene Atmosphäre. Das Konzert hatte dabei einen besonderen Hintergrund: Die Einnahmen kamen dem vom KuT ins Leben gerufenen Sprach-Café zugute.
„Das eingenommene Geld kommt unserem Sprach-Café zugute. Das führen wir jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr in der alten Stellmacherei mit den hier ansässigen Geflüchteten durch“, berichtete Timmi-Thorsten Hennig. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit mehreren Helfern und Organisationen entstanden ist, hilft bei Hausaufgaben, Asylverfahren und bietet Gelegenheiten zum Deutschsprechen. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Integration und Unterstützung von Geflüchteten in der Region.
Der KuT zeigt mit diesen Aktionen, wie Kultur, Toleranz und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Die Vorbereitungen für das 30. Jubiläum im Jahr 2027 sind damit bereits in vollem Gange und versprechen weitere spannende Veranstaltungen.



