DRK Güstrow veranstaltet erfolgreichen Erste-Hilfe-Wettkampf für junge Helfer
Im Landkreis Rostock haben Kinder und Jugendliche eindrucksvoll demonstriert, wie Erste Hilfe im Ernstfall funktioniert. Beim vom Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Güstrow organisierten Wettbewerb traten 16 Mannschaften aus verschiedenen Blaulichtorganisationen gegeneinander an und mussten an insgesamt 16 Stationen ihr Können unter Beweis stellen.
Realistische Notfallszenarien fordern junge Teilnehmer
Die etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von sechs bis achtzehn Jahren kamen aus dem gesamten Landkreis Rostock und repräsentierten das Technische Hilfswerk, verschiedene Feuerwehren und das Deutsche Rote Kreuz selbst. Besonders bemerkenswert war die Anwesenheit der Kinderfeuerwehr Kavelstorf und der Jugendfeuerwehr Dummerstorf, die zeigten, dass lebensrettende Maßnahmen bereits in jungen Jahren erlernt und angewendet werden können.
An den verschiedenen Stationen erwarteten die Teams altersgerechte Herausforderungen rund um das Thema Erste Hilfe. Ein besonders eindrucksvolles Szenario simulierte einen Verkehrsunfall mit zwei Verletzten – einer ansprechbar, der andere bewusstlos. Hier mussten die jungen Helfer nicht nur die richtigen medizinischen Maßnahmen ergreifen, sondern auch die psychologische Betreuung von Angehörigen übernehmen.
Praktische Übungen unter fachkundiger Aufsicht
An Station eins stand die Reanimation eines Kindes im Mittelpunkt. Während Florian mit konzentrierter Herzdruckmassage begann und dabei laut mitzählte, kümmerte sich der Rest seiner Gruppe um die fiktiven Angehörigen. Die betreuende Fachkraft lobte anschließend die Leistung, gab aber auch wertvolle Verbesserungshinweise: „Besser wäre gewesen, wenn ein anderer aus der Gruppe Florian nach einer gewissen Zeit abgelöst hätte“, merkte sie an und betonte damit die Bedeutung von Teamarbeit in Notfallsituationen.
An einer weiteren Station mussten die Teilnehmer der Feuerwehr Schwaan einen bewusstlosen Verletzten versorgen. „Hier ist die Feuerwehr Schwaan. Hören Sie mich?“ – mit diesen Worten versuchte ein junger Helfer Kontakt aufzunehmen, doch der Verletzte reagierte nicht. Bewertet wurden sowohl die korrekte Reihenfolge der Hilfsmaßnahmen als auch deren fachgerechte Ausführung.
Wissen und praktische Anwendung im Fokus
Neben praktischen Übungen stand auch theoretisches Wissen auf dem Prüfstand. An einer Station mussten die jungen Helfer innerhalb einer vorgegebenen Zeit den Inhalt eines Sanitätskastens präsentieren und benennen, was fehlt. Diese Kombination aus Theorie und Praxis soll sicherstellen, dass die Teilnehmer im Ernstfall sowohl das notwendige Wissen als auch die praktischen Fähigkeiten besitzen.
Emma Schröder, seit vier Jahren Jugendrotkreuz-Kreisleiterin, zeigte sich begeistert von der Entwicklung des Wettbewerbs: „Gegenüber vergangenem Jahr haben wir die Teilnehmerzahlen verdoppelt“, berichtete sie stolz. Neben der Wissensvermittlung betonte sie besonders die Bedeutung der Teamarbeit: „Mir ist auch ganz wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen unter möglichst realistischen Bedingungen üben können und gut auf den Ernstfall vorbereitet sind.“
Großer organisatorischer Aufwand für nachhaltigen Lerneffekt
Die Durchführung eines solchen Wettbewerbs erfordert erheblichen organisatorischen Aufwand. Insgesamt waren etwa 50 Helferinnen und Helfer an den Stationen im Einsatz, die sich aus verschiedenen Quellen rekrutierten: Einige kamen aus den teilnehmenden Gruppen selbst, andere meldeten sich über Social-Media-Kanäle, und weitere Unterstützung kam aus dem Rettungsdienst, der Bereitschaft und verschiedenen DRK-Gruppen.
Für die Gewinnerteams warteten ein Wanderpokal, Medaillen und Urkunden. Doch der eigentliche Gewinn liegt für alle Teilnehmer in der verbesserten Vorbereitung auf mögliche Notfallsituationen. Bereits zum dritten Mal wurde dieser Erste-Hilfe-Wettkampf organisiert, und die stetig steigenden Teilnehmerzahlen zeigen das wachsende Interesse an dieser wichtigen Form der praktischen Ausbildung.
Die Veranstaltung in Güstrow beweist eindrucksvoll, dass junge Menschen durch praxisnahes Training hervorragend auf Ernstfälle vorbereitet werden können und dass die Zusammenarbeit verschiedener Blaulichtorganisationen zu einer Stärkung der gesamten Hilfslandschaft im Landkreis Rostock beiträgt.



