Kreissportbund Mansfeld-Südharz zieht nach Sangerhausen: Eisleben verliert Geschäftsstelle
Es ist ein bedeutender Schritt für den organisierten Sport in der Region: Der Kreissportbund Mansfeld-Südharz wird künftig nur noch eine zentrale Geschäftsstelle in Sangerhausen unterhalten. Damit endet eine Ära, in der nach der Fusion der Kreissportbünde Sangerhausen und Mansfelder Land vor zwei Jahrzehnten beide Standorte weiterbestanden. Die Entscheidung fiel nach intensiven vier Jahren der Vorbereitung und markiert eine strukturelle Konsolidierung.
Fusion vor 20 Jahren als Ausgangspunkt
Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen in der Fusion der beiden Kreissportbünde Sangerhausen und Mansfelder Land, die vor genau 20 Jahren vollzogen wurde. Seitdem existierten parallel Geschäftsstellen in beiden Städten. Nun wird diese Doppelstruktur zugunsten eines einzigen Standorts in der Rosenstadt Sangerhausen aufgelöst. Dieser Schritt soll die Effizienz steigern und Ressourcen bündeln, um den Vereinen und Sportlern in der gesamten Region noch besser zur Seite stehen zu können.
Norbert Born erneut zum Präsidenten gewählt
Begleitet wurde diese strukturelle Weichenstellung von der turnusmäßigen Wahl des Präsidiums. Dabei wurde Norbert Born, der bereits langjährige Erfahrung in dieser Position sammeln konnte, erneut zum Präsidenten des Kreissportbundes Mansfeld-Südharz gewählt. Der 63-Jährige nahm die Wahl mit einer Mischung aus Freude und Bescheidenheit entgegen. „Ich freue mich sehr. Scheinbar will es kein anderer machen“, kommentierte er die Wahl mit einem charakteristischen Schmunzeln. Seine Wiederwahl unterstreicht die Kontinuität in der Führung des Verbandes während dieser Übergangsphase.
Vier Jahre Vorbereitung für den Umzug
Der Beschluss, die Geschäftsstelle komplett nach Sangerhausen zu verlegen, ist das Ergebnis eines sorgfältigen und langwierigen Prozesses. Über vier Jahre hinweg wurden verschiedene Optionen geprüft, mögliche Standorte evaluiert und die Auswirkungen auf die Mitgliedsvereine analysiert. Die finale Entscheidung fiel nun zugunsten von Sangerhausen, was die Stadt als sportliches Zentrum der Region weiter stärken wird. Für Eisleben bedeutet dies hingegen den Verlust einer wichtigen institutionellen Präsenz des organisierten Sports vor Ort.
Die Zusammenlegung der Verwaltungsaktivitäten an einem Standort soll nicht nur Kosteneinsparungen ermöglichen, sondern auch die interne Kommunikation und Abstimmung vereinfachen. Der Kreissportbund Mansfeld-Südharz verspricht sich davon eine noch effektivere Unterstützung für die über 200 Mitgliedsvereine und deren zahlreiche Sportlerinnen und Sportler in der gesamten Region.



