Plattdeutscher Abend in Verchen: Ausverkauftes Gemeindehaus lacht bis zu Tränen
Der traditionelle plattdeutsche Abend des Dorfklubs Verchen lockte mehr als 60 Besucher ins Gemeindehaus, das frühzeitig ausverkauft war. Die Veranstaltung am Jahresanfang entwickelte sich zu einem humorvollen Höhepunkt des Gemeindelebens, bei dem die Lachmuskeln der Gäste intensiv strapaziert wurden.
Zweistündiges Programm mit Lokalkolorit
Volkmar Kasch und Klaus Spiecker, beide gebürtige Verchener, präsentierten ein abwechslungsreiches zweistündiges Programm voller Witze, Anekdoten und Geschichten up Platt. Die beiden Moderatoren wechselten sich gekonnt ab und bezogen sogar Bürgermeister Detlef Gutjahr in ihre humorvollen Bemerkungen ein. Gutjahr erklärte lachend, er sei gekommen, weil diese Veranstaltung das Gemeindeleben in Verchen entscheidend präge.
Persönliche Bezüge zur plattdeutschen Sprache
Klaus Spiecker verriet, dass er seit 15 Jahren auf dieser Veranstaltung plattdeutsche Geschichten erzählt. Seine Sprachkenntnisse erwarb er im beruflichen Umfeld: Viele meiner ehemaligen Kollegen sprachen bei der Arbeit Plattdeutsch. Da musste man als Vorgesetzter schlagfertig reagieren können, so Spiecker. Volkmar Kasch hingegen lernte die Sprache bereits in der Kindheit von seinen Großeltern und entwickelte daraus ein tiefes Interesse an plattdeutscher Literatur.
Humorvolle Geschichten begeistern das Publikum
Das Programm bot eine bunte Mischung aus verschiedenen Themenbereichen:
- Schulgeschichten sorgten für tosenden Beifall, etwa die Anekdote über ein Mädchen, dem angeblich die Mathe-Hausaufgaben gestohlen wurden
- Alltagsbeobachtungen über Ehe, Familie und zwischenmenschliche Beziehungen
- Pointierte Witze über Pastoren, Polizei und andere Autoritätspersonen
- Gaststättengeschichten mit lokalem Bezug
Besonders die humorvollen Kommentare zu Geschlechterrollen und Eheleben brachten die Damen im Saal zum Toben. Klaus Spieckers Bemerkung Mit Entführern kann man verhandeln, mit der Schwiegermutter nicht sorgte für lautstarke Reaktionen.
Kulinarische Begleitung durch den Dorfklub
Die Damen des Dorfklubs Verchen sowie mehrere Frauen aus dem Ort sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Auf den Tischen fanden sich deftig-appetitliche Speisen wie Schmalzbrote und Leberwurststullen, ergänzt durch verschiedene kleine Snacks. Kasch und Spiecker warnten die Besucher humorvoll: Schlingt nicht sofort alles runter, eine Stulle ist für zwei Personen gedacht.
Begeisterte Reaktionen und nachhaltiger Eindruck
Die Besucher zeigten sich durchweg begeistert von dem Abend. Manche lachten sogar Tränen, und der Applass wollte nach den letzten Gaststättengeschichten kein Ende nehmen. Die Veranstaltung bewies erneut, wie lebendig die plattdeutsche Sprache in der Region gepflegt wird und welchen Beitrag solche Events zum sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde leisten.



