Rostocker Inklusions-Party: Generationen tanzen gemeinsam im Helgas Stadtpalast
Rostocker Inklusions-Party: Generationen tanzen gemeinsam

Rostocker Inklusions-Party: Generationen tanzen gemeinsam im Helgas Stadtpalast

Die vergangenen zwei Veranstaltungen von „Party für Alle“ haben eindrucksvoll bewiesen: Wenn im Helgas Stadtpalast Inklusion gefeiert wird, entsteht daraus pure Lebensfreude. Das Rostocker Party-Projekt Kommune Inklusiv revolutioniert das Nachtleben der Hansestadt mit einem einzigartigen Konzept, das Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichsten Bedürfnissen zusammenbringt.

Barrierefreies Feiern: Ein neues Club-Erlebnis für alle

Ein Clubbesuch, bei dem die Großmutter mit dem Enkelkind tanzt, der Rollstuhl mühelos durch die Tür passt und Alkohol nicht im Mittelpunkt steht – was zunächst wie ein gewagtes Experiment klingt, hat sich in Rostock bereits als großer Erfolg erwiesen. Am Freitag, dem 24. April, lädt Kommune Inklusiv zur inzwischen dritten Ausgabe der „Party für Alle“ ein. Erik Ortlieb von Kommune Inklusiv erklärt das Ziel: „Wir wollen Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen einen gleichberechtigten Zugang zur Clubkultur ermöglichen.“

Der Ablauf unterscheidet sich bewusst von klassischen Clubnächten: Alkohol wird erst ab etwa 20 Uhr ausgeschenkt, zu Beginn sind Licht und Lautstärke moderat gestaltet, um auch reizempfindliche Gäste einzubeziehen. Zusätzlich gibt es barrierefreie Zugänge, einen Hol- und Bringservice sowie eine mobile, barrierefreie Toilette, die von Anfang an in die Planung integriert sind.

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Lebensfreude pur: Das neue Party-Format überzeugt

Feiern ohne Alkohol, mit Menschen, die unterschiedlichste Bedarfe haben – funktioniert das wirklich? Die Antwort lautet eindeutig: Ja! Antje, Sienna Anna und Claudia, die bereits bei der ersten Ausgabe dabei waren, wünschen sich eine Verstetigung des Formats. „Sonst gibt es ja kaum Gelegenheit für uns, mit unseren Kindern auszugehen“, sagt Claudia, „ohne das Gefühl zu haben, anzuecken.“

Die Bilanz spricht für sich: An den ersten beiden Veranstaltungen nahmen jeweils über 200 Gäste teil. Die Resonanz war überwältigend, was die Organisatoren dazu bewegt hat, bereits eine vierte Party anzukündigen. Ortlieb betont: „Was wir gelernt haben: Wenn man Inklusion wirklich ernst meint, dann kostet das zwar Geld – aber es lohnt sich.“

Finanzierung und Zukunft: Sponsoren gesucht

Veranstalter der Partyreihe sind Kommune Inklusiv in Kooperation mit der Caritas, der Hansestadt Rostock, Helgas Stadtpalast und der Glücks-Spirale. Ohne die Förderung durch die Glücks-Spirale mit über 5000 Euro und die Unterstützung des Helgas Stadtpalasts wäre das Format nicht realisierbar gewesen. Viele Künstler verzichten zudem auf eine auskömmliche Gage und arbeiten „für den guten Zweck“.

Der Spagat zwischen kostengünstigem, inklusivem Denken und der Berücksichtigung sehr verschiedener Bedürfnisse sei kaum kostendeckend zu bewältigen, so Ortlieb. Daher sucht Kommune Inklusiv aktiv nach Sponsoren, die weitere Partyformate unterstützen möchten. Kooperationsgespräche laufen bereits, auch wenn noch nichts spruchreif ist.

Für Ortlieb steht jedoch fest: „So oder so: Es wird weitergehen.“ Denn die letzten beiden Ausgaben haben gezeigt, dass hier echte Lebensfreude entsteht. Die „Party für Alle“ startet am 24. April ab 15.30 Uhr im Helgas Stadtpalast. Der Eintritt beträgt zwei Euro. Ein Hol- und Bringservice für umliegende Pflegeeinrichtungen kann vorab per E-Mail angefragt werden.

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