Gemeinsame Bewirtschaftung des Stadtstadions durch SV Merseburg 99 und Buna Schkopau
Seit diesem Jahr sind der SV Merseburg 99 und Buna Schkopau allein für die Entwicklung und den Erhalt des Merseburger Stadtstadions verantwortlich. Die beiden Vereine haben die Bewirtschaftung der weitläufigen Sportanlage übernommen und kümmern sich ehrenamtlich um die Pflege der Rasenplätze und Einrichtungen. Präsident Kevin Walloch betont das Engagement vieler Mitglieder und Eltern, die tatkräftig mit anpacken.
Neue Trainingskapazitäten und moderne Anlagen
Der SV Merseburg 99 verzeichnet einen starken Zulauf und benötigt dringend mehr Trainingsmöglichkeiten. Aktuell trainieren und spielen knapp 300 Fußballer des Vereins im Stadtstadion, dazu kommen Leichtathleten und Faustballteams. Um die Kapazitäten zu erweitern, haben die 99er mehrere Projekte angestoßen:
- Bau eines Soccerplatzes hinter der Haupttribüne mit Kunstrasen im Hallenformat
- Installation automatischer Bewässerungssysteme für die Sportplätze
- Planung einer Flutlichtanlage mit Photovoltaik für Plätze 2 und 4
Der neue Soccerplatz, der im Mai fertiggestellt werden soll, ist mit Kosten von 220.000 Euro das derzeit teuerste Vorhaben. Der Verein konnte bereits 153.000 Euro als EU-Fördermittel und 30.000 Euro aus städtischen Zuschüssen akquirieren.
Finanzielle Herausforderungen und Sponsorensuche
Für die verbleibenden Kosten von knapp 40.000 Euro für den Soccerplatz sowie 25.000 Euro für Bewässerung und Zisterne des Hauptplatzes ist der Verein auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Eine Online-Spendensammlung läuft bereits. Präsident Walloch erklärt: "Wir sind auf Sponsoren angewiesen." Zusätzlich versucht der Verein, durch Veranstaltungen weitere Mittel einzuwerben.
Langfristige Visionen und kurzfristige Arbeiten
Langfristig könnte sich Walloch eine Verbreiterung des zu schmalen Kunstrasenplatzes vorstellen, was allerdings den Abbau der Tribüne in der Kurve erfordern würde. Kurzfristig stehen praktische Arbeiten im Mittelpunkt: Im Sommer sollen die Geländer der Tribüne und der Sprecherturm gestrichen werden. Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Optik, sondern auch der Werterhaltung der Sportstätte.
Die Vereine erhalten von der Stadt Merseburg einen jährlichen Festbetrag von 75.000 Euro für die Bewirtschaftung des Stadions. Durch Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement gelingt es den 99ern und Buna Schkopau, die größte Sportstätte der Domstadt kontinuierlich zu verbessern und für die Zukunft zu rüsten.



