A38-Sanierung in Sachsen-Anhalt: Drei Großbaustellen fordern Geduld von Autofahrern
A38-Sanierung: Drei Großbaustellen in Sachsen-Anhalt

A38-Sanierung in Sachsen-Anhalt: Drei Großbaustellen fordern Geduld von Autofahrern

Pendler und Autofahrer auf der A38 in Sachsen-Anhalt müssen sich auf eine langwierige Geduldsprobe einstellen. Gleich drei Großbaustellen bei Lützen, Merseburg und Querfurt werden den Verkehr bis Ende 2026 erheblich beeinträchtigen. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten umfassen Fahrbahnerneuerungen, Brückeninstandsetzungen und die Modernisierung von Anschlussstellen.

Bauarbeiten bei Lützen: Sperrungen bis Ende April

Bereits seit dem 2. März sind am Autobahnkreuz Rippachtal die Überfahrten von der A9 auf die A38 in Richtung Leipzig gesperrt. Diese Maßnahme bleibt voraussichtlich bis Ende April bestehen. Ab Anfang März wird die A38 auf einer Strecke von etwa 7,5 Kilometern zwischen der Anschlussstelle Leuna und Leipzig-Südwest erneuert.

Während der Hauptbauphase werden zusätzlich die Anschlussstelle Lützen sowie die Rampe von der A9 aus Richtung Berlin auf die A38 nach Leipzig vorübergehend gesperrt. Der Verkehr wird über die Anschlussstellen Leipzig-Südwest und das Kreuz Rippachtal umgeleitet. Neben der Fahrbahnerneuerung werden zwei Bauwerke instand gesetzt und die Beschilderung sowie Markierungen erneuert. Die Gesamtkosten für diese Sanierungsmaßnahmen belaufen sich laut Autobahn GmbH auf 17,1 Millionen Euro.

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Umfangreiche Arbeiten bei Merseburg bis Dezember 2026

Seit dem 9. März laufen auch auf der A38 bei Merseburg umfangreiche Bauarbeiten. Die Autobahn wird zwischen den Anschlussstellen Bad Lauchstädt und Leuna in Richtung Leipzig instand gesetzt. Parallel dazu werden die Anschlussstellen Merseburg-Nord und Merseburg-West modernisiert.

Bis Dezember 2026 müssen Autofahrer hier mit erheblichen Umwegen und Verkehrsbehinderungen rechnen. Die Kosten für diese Baumaßnahmen werden auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich zur Fahrbahnerneuerung werden sieben Autobahnbrücken und Überführungswerke sowie eine Blendschutzwand renoviert.

Während der Hauptbauphase wird der Verkehr über eine 2+0-Verkehrsführung in Richtung Göttingen geleitet. Die Anschlussstellen in Merseburg werden zeitweise wechselseitig gesperrt, sodass immer mindestens eine Anschlussstelle erreichbar bleibt. Die Umleitungen sind laut Autobahn GmbH sowohl auf der A38 als auch auf den umliegenden Straßen deutlich ausgeschildert.

Dritte Baustelle bei Querfurt startet am 16. März

Am 16. März beginnt die dritte Großbaustelle auf der A38 bei Querfurt. Die Sanierungsarbeiten auf der Strecke zwischen Eisleben und Querfurt sollen bis November 2026 andauern. Die Anschlussstellen sind laut Autobahn GmbH von diesen Arbeiten nicht betroffen.

Die Bauarbeiten starten auf der Richtungsfahrbahn Göttingen, wobei in den Sommermonaten ein Wechsel der Baustelle geplant ist. Die Kosten für dieses Bauvorhaben belaufen sich auf etwa 3,2 Millionen Euro. In beiden Fahrtrichtungen wird mindestens ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen, um den Verkehr aufrechtzuerhalten.

Geologische Besonderheiten als Bauursache

Der Grund für die umfangreichen Bauarbeiten auf der A38 liegt in geologischen Besonderheiten des Untergrunds. Die Betonfahrbahn hat sich auf bestimmten Streckenabschnitten angehoben, was umfassende Sanierungsmaßnahmen notwendig macht.

Zusätzlich zu den Fahrbahnerneuerungen werden noch nicht regelkonforme Fahrzeugrückhaltesysteme im Streckenabschnitt erneuert. Im Bereich der Weitzschkertalbrücke wird eine neue, künftig digital gesteuerte Windwarnanlage installiert. Diese Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit auf der wichtigen Ost-West-Verbindung nachhaltig verbessern.

Autofahrer, die regelmäßig die A38 nutzen, sollten sich auf längere Fahrzeiten einstellen und alternative Routen in Betracht ziehen. Die Autobahn GmbH empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Verkehrslagen zu informieren und ausreichend Zeitpuffer einzuplanen.

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