Tag der Verkehrssicherheit: Azubis erleben Überschlag im Simulator
Azubis erleben Überschlag-Simulator in Demmin

Viele Auszubildende beginnen parallel zu ihrer Ausbildung auch mit dem Führerschein. Besonders in ländlichen Regionen wie Demmin ist Mobilität unerlässlich. Leider neigen Fahranfänger oft zu riskantem Fahrverhalten. Aus diesem Grund organisierte das Regionale Berufsbildungszentrum Neustrelitz an der Demminer Berufsschule einen „Tag der Verkehrssicherheit“ mit einem vielfältigen Programm, das die jungen Leute zu verantwortungsbewusstem Fahren anregen sollte.

Junge Fahrer im Fokus der Verkehrssicherheit

Gunnar Seemann, Leiter der Demminer Außenstelle des Bildungszentrums, betonte: „Wir bilden junge Menschen zu Kfz-Mechatronikern und Landmaschinenschlossern aus. Viele unserer Azubis haben gerade den Führerschein gemacht oder sind noch in der Ausbildung. Mit dieser Aktion wollen wir sie für gefährliche Situationen im Straßenverkehr sensibilisieren und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken.“

Gerhard Seeliger von der Verkehrswacht Mecklenburg-Strelitz verdeutlichte am Aufprallsimulator: „Beim Fahren gilt: Lenken statt ablenken. Das Handy am Ohr oder die Bedienung elektronischer Geräte während der Fahrt können tödlich sein. Diese Unsitte muss unterbunden werden.“ Er erläuterte eindringlich die Strafen bei Verstößen. Noch eindrücklicher war jedoch das eigene Erleben im Simulator, wo die Azubis einen Aufprall spüren konnten – der Schock regte zum Nachdenken an.

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Überschlagsimulator beeindruckt die Jugendlichen

Ein weiteres Highlight war der Überschlagsimulator des ADAC, den Hans-Jürgen Maier aus Hamburg mitgebracht hatte. „Damit simulieren wir einen Unfall mit Überschlag. Die Jugendlichen setzen sich in das Modell und erleben die wirkenden Kräfte bei vollem Bewusstsein“, erklärte er. Azubi Luca Behrendt zeigte sich beeindruckt: „So etwas möchte ich nie erleben. Die Veranstaltung hat mir viele neue Erkenntnisse gebracht.“

Ralf Renner von der Verkehrswacht demonstrierte an einem weiteren Simulator die unterschiedlichen Bremswege in verschiedenen Situationen und wies auf die Tücken hin. „Dieser Simulator gehört zum Bundesprogramm ‚Jung, sicher, startklar‘. Wir stellen auch VR-Brillen zur Verfügung, mit denen die Jugendlichen Filme aus der Perspektive von Radfahrern oder Autofahrern sehen und Gefahrensituationen erkennen können. Das soll eine vorausschauende Fahrweise fördern.“

Gefahren durch den toten Winkel

Polizeibeamte informierten in Vorträgen über das richtige Verhalten an Bahnübergängen und beim Überqueren von Straßen. Polizeioberkommissarin Anne-Kathrin Goos von der Polizeidirektion Neubrandenburg erklärte an einem THW-Lkw die Gefahren des toten Winkels – jenen Bereich neben dem Fahrzeug, den der Fahrer ohne technische Hilfsmittel nicht einsehen kann. „Wir zeigten auch einen Film über Risikofaktoren und Übermüdung“, ergänzte sie.

Der kürzlich pensionierte Polizeihauptkommissar Torsten Dowe verteilte Brillen, die einen starken Alkoholpegel simulierten. Damit wurde eindrücklich vermittelt, wie gefährlich betrunkenes Fahren ist.

Großen Andrang gab es an den Fahrsimulatoren. Azubi Laurenz Weichsel testete den Motorradsimulator: „Ich bin in der Führerscheinausbildung. Der Simulator bietet eine gute Lernunterstützung, besonders in Bezug auf Crashgefahr und den toten Winkel“, sagte der angehende Kfz-Mechatroniker. Berufsschullehrer Gerd Müller zeigte sich zufrieden: „Die Veranstaltung war rundum gelungen. Verkehrssicherheit ist ein wichtiges Thema, an das man immer wieder erinnern muss.“

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