Für viele Pendler in der Prignitz war es ein Schock: Die Hauptstrecke Berlin–Hamburg bleibt länger gesperrt als geplant. Statt bis zum 30. April dauern die Bauarbeiten nun voraussichtlich bis Mitte Juni. Die Deutsche Bahn hat den Landkreis Prignitz informiert, wie der Verkehr bis dahin läuft.
Fernverkehr wird umgeleitet
Der Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin wird bis zum 13. Juni über Uelzen und Stendal umgeleitet. Ab dem 14. Juni sollen die Züge wieder über Ludwigslust und Wittenberge fahren. Der Ersatzverkehrsbus des Fernverkehrs bleibt bis zum 14. Mai unverändert. Ab dem 15. Mai fährt er verkürzt zwischen Hagenow, Ludwigslust und Wittenberge, da dann wieder Züge zwischen Hamburg und Hagenow Land verkehren.
Regionalverkehr wird schrittweise hochgefahren
Der Regionalexpress RE6 (Prignitz-Express) fährt ab dem 1. Mai wieder von Perleberg über Neuruppin und Kremmen nach Hennigsdorf. Die aktuell gesperrten Zulaufstrecken – Ludwigslust–Holthusen, Ludwigslust–Parchim, Wittenberge–Osterburg, Wittenberge–Perleberg und Kyritz–Neustadt/Dosse – sollen ab dem 14. Juni wieder befahrbar sein.
Der Busersatzverkehr auf der Achse Schwerin–Ludwigslust–Perleberg–Wittenberge–Wustermark sowie zwischen Wittenberge und Osterburg beziehungsweise Stendal wird bis zum 13. Juni überwiegend wie bisher vom Unternehmen ecoVista durchgeführt. Der Regionalexpress RE1 verkehrt ab dem 15. Mai wieder auf seinem Regelweg zwischen Hamburg, Büchen und Schwerin – im Stundentakt zwischen Hamburg und Schwerin, alle zwei Stunden weiter nach Rostock.
280 Kilometer Strecke werden saniert
Seit dem 1. August 2025 wird der rund 280 Kilometer lange Hochleistungskorridor Hamburg–Berlin generalsaniert. Die DB InfraGO erneuert insgesamt 165 Kilometer Gleise und setzt weitere 61 Kilometer instand. Zudem werden rund 250 Weichen eingebaut – sowohl auf Haupt- als auch auf Nebengleisen. Auf 25 Kilometern Länge wird die Oberleitung ausgetauscht, auf weiteren 22 Kilometern erneuert.
Der umgeleitete RE85 zwischen Schwerin und Berlin fährt bis zum 13. Juni weiter wie bisher über Güstrow. Auch die anderen Regionalverkehrsverbindungen im Knoten Berlin bleiben bis dahin unverändert.



