Bahn-Chefin verspricht revolutionäre Verbesserungen bei Fahrgastinformationen
Die Deutsche Bahn arbeitet intensiv an einem neuen System für Reiseinformationen, das noch im Jahr 2026 eingeführt werden soll. Konzernchefin Evelyn Palla verspricht damit deutlich bessere Benachrichtigungen über Verspätungen, Gleiswechsel und Zugausfälle. Fahrgäste sollen endlich verlässliche und konsistente Daten in allen Kundenkanälen erhalten.
Historisches Versäumnis wird korrigiert
„In der Vergangenheit haben wir zu wenig Fokus auf dieses fundamental wichtige Thema für die Fahrgäste gelegt“, räumte Palla in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ein. Die Kundinnen und Kunden sollen noch in diesem Jahr merken, dass die Kundeninformation besser wird. Besonders bei den täglich mehr als 20.000 Fern- und Regionalzügen der bundeseigenen Deutschen Bahn sei präzise Kommunikation essentiell.
Technologische Innovation durch künstliche Intelligenz
Die Managerin setzt dabei bewusst auf neue Technologien. „Wir müssen hier auch noch mehr als in der Vergangenheit auf künstliche Intelligenz setzen, insbesondere bei den Verspätungsprognosen können wir da Verbesserungen erzielen.“ Die Bahn will Daten zur Position der Züge und zu Gleiswechseln von der Konzerntochter DB Infrago so früh wie möglich in die Informationssysteme integrieren.
Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Bahnbranche
Palla betonte jedoch, dass für eine tatsächliche Verbesserung der Gesamtsituation auch die Wettbewerber im Schienenverkehr mitziehen müssen. „Am Ende ist das eine Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Branche.“ Alle Verkehrsunternehmen müssten präzise Daten liefern, damit Reisende wirklich von den Verbesserungen profitieren können.
Konkrete Maßnahmen und Zeitplan
Bereits im Frühjahr 2025 hatte die Deutsche Bahn unter Pallas Vorgänger Richard Lutz erste Verbesserungen bei der Kommunikation mit Reisenden angekündigt. Damals wurden zunächst „fast hundertprozentig“ richtige Angaben zur Wagenreihung versprochen. Nun sollen zusätzlich präzisere Daten aus den Leitstellen schneller in die Kundensysteme einfließen. Die neuen Systeme sollen insbesondere bei unerwarteten Gleiswechseln und plötzlichen Verspätungen für mehr Transparenz sorgen.



