Deutsche Bahn zahlt 2025 deutlich weniger Entschädigung für Verspätungen
Bahn zahlt 2025 weniger Entschädigung für Verspätungen

Deutsche Bahn: Entschädigungszahlungen für Verspätungen sinken 2025 deutlich

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr mehr als 156 Millionen Euro an Entschädigung für Verspätungen und Zugausfälle an Reisende gezahlt. Diese Summe markiert einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 2024, als fast 197 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Michael Peterson, Vorstandsmitglied der Bahn mit Zuständigkeit für den Fernverkehr, erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass der Rückgang teilweise auf das Fehlen großer Sonderereignisse wie Streiks im Jahr 2025 zurückzuführen sei.

Entwicklung der Entschädigungsanträge und -summen

Laut Bahn gingen 2025 rund 6,2 Millionen Anträge auf Entschädigung ein. Im Vergleich zu 2019 hat sich sowohl die Entschädigungssumme als auch die Anzahl der Anträge in etwa verdreifacht. Damals zahlte die Bahn lediglich 52,6 Millionen Euro. Peterson betonte jedoch, dass die aktuellen Zahlungen trotz des Rückgangs eine erhebliche finanzielle Belastung für das Unternehmen darstellen.

Pünktlichkeitswerte und Entschädigungsregelungen

Ein Hauptgrund für die hohen Entschädigungssummen sind die schlechten Pünktlichkeitswerte der Bahn, insbesondere im Fernverkehr. Derzeit erhalten Reisende ab 60 Minuten Verspätung am Zielort 25 Prozent Erstattung des Fahrpreises, bei mehr als 120 Minuten Verspätung sind es 50 Prozent für die einfache Fahrt. Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr lag im Februar bei 59,4 Prozent, was bedeutet, dass 40 Prozent der Halte mindestens sechs Minuten zu spät erreicht wurden.

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Zusätzlich weist die Bahn die sogenannte Reisendenpünktlichkeit aus, die angibt, wie viele Fahrgäste mit maximal 14:59 Minuten Verspätung an ihrem gebuchten Zielbahnhof ankommen. Im Fernverkehr lag dieser Wert zuletzt bei lediglich 65,3 Prozent.

Digitalisierung und Bearbeitungszeiten

Die Bahn verzeichnete 2025, dass 76 Prozent aller Entschädigungsanträge digital eingereicht wurden. Die Hälfte dieser Anträge kann innerhalb von zwei Tagen bearbeitet werden, was auf Effizienzsteigerungen im Prozess hinweist. Dennoch bleiben die Herausforderungen in der Pünktlichkeit und die daraus resultierenden Entschädigungszahlungen ein zentrales Thema für das Unternehmen.

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