Bahnstrecke Berlin-Dresden: Ausbau verzögert sich um vier Jahre bis 2033
Der lang erwartete Ausbau der Bahnstrecke zwischen Berlin und Dresden erleidet einen erheblichen Rückschlag. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, verschiebt sich die zweite Baustufe des Projekts um rund vier Jahre. Ursprünglich sollten alle Abschnitte dieser Phase bis 2029 fertiggestellt sein, doch nun wird mit einer Inbetriebnahme erst Ende 2033 gerechnet.
Umweltfragen und Planungsverfahren als Hauptgründe
Laut Angaben des Verkehrsunternehmens sind Anforderungen im Planfeststellungsverfahren der Hauptgrund für die Verzögerung. Besonders Umweltfragen spielen eine zentrale Rolle, insbesondere die geplanten Eingriffe ins Moorgebiet bei Zossen im Landkreis Teltow-Fläming. Dieser sensible ökologische Bereich betrifft den Streckenabschnitt von Blankenfelde bis Wünsdorf-Waldstadt.
Die Planungsunterlagen für die drei Teilbereiche im nördlichen Abschnitt der Strecke werden derzeit überarbeitet. Die Deutsche Bahn betont, dass alle Arbeiten später in einer zusammenhängenden Sperrung durchgeführt werden sollen, um zusätzliche Beeinträchtigungen für Fahrgäste zu vermeiden.
Auswirkungen auf Pendler und Teilprojekte
Für Pendler bedeutet diese Verzögerung, dass sie länger auf die geplante Fahrzeitverkürzung zwischen Berlin und Dresden warten müssen. Der Ausbau soll insgesamt 125 Kilometer der Strecke für Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde ertüchtigen.
Nicht alle Teilprojekte sind von der Verzögerung betroffen:
- Der Umbau des Bahnhofs Zossen soll wie geplant Ende 2027 abgeschlossen werden.
- Geprüft wird, ob einige Baumaßnahmen vorgezogen werden können, wie etwa der Umbau des Bahnhofs Elsterwerda im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster.
Die Deutsche Bahn versichert, trotz der Verzögerung an dem ambitionierten Ausbauprojekt festzuhalten, um langfristig eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten zu schaffen.



