Blitzer-Anhänger auf Usedom: Unbekannte setzen Geschwindigkeitsmessgerät mit Sack außer Betrieb
Ein mobiler Blitzer-Anhänger auf der Insel Usedom ist in der vergangenen Nacht durch einen ungewöhnlichen Akt von Unbekannten vorübergehend außer Dienst gestellt worden. Die Geschwindigkeitsmessanlage an der Bundesstraße 111 in Höhe der Krumminer Tannen wurde mit einem großen Sack, einem sogenannten Big Pack, bedeckt, wodurch die Optik des Geräts vollständig verdeckt wurde.
Vorfall in der Nacht nach Aufstellung
Erst am Freitagvormittag war der Blitzer-Anhänger an der B111 aufgestellt worden, um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h zu überwachen. In der Nacht darauf griffen die Unbekannten zu der unkonventionellen Methode und stülpten einen großen Sack über das Gehäuse des Anhängers. Durch diese Aktion wurde die Messeinrichtung blockiert, sodass sie zeitweise keine Geschwindigkeitsverstöße erfassen konnte.
Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen und ermittelt nun, wer für die kurzzeitige Außerbetriebnahme verantwortlich ist. Bislang liegen keine Hinweise auf die Täter vor, und die Motive für die Aktion sind unklar. Solche Vorfälle sind selten, aber nicht einzigartig in der Region.
Blitzer wieder einsatzbereit
Inzwischen wurde der Sack vom Gerät entfernt, und der Blitzer-Anhänger ist wieder voll einsatzbereit. Er überwacht aktuell erneut die Geschwindigkeit in beide Richtungen auf der B111. Die Behörden betonen, dass solche Störungen der Verkehrskontrollen rechtliche Konsequenzen haben können, da sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.
Die zuständigen Stellen weisen darauf hin, dass mobile Geschwindigkeitsmessgeräte eine wichtige Rolle bei der Unfallprävention spielen. Durch die vorübergehende Aussetzung der Messungen könnte die Sicherheit auf der stark befahrenen Bundesstraße gefährdet worden sein. Die Ermittlungen laufen, und die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.



