Die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) führt ab Montag, 4. Mai, im gesamten Netz den sogenannten Bedarfshalt ein. Das haben die Stadtwerke am Freitag mitgeteilt. Künftig halten Straßenbahnen in Dessau-Roßlau nur noch dann an Haltestellen, wenn tatsächlich ein Bedarf besteht.
Hintergrund der Entscheidung
Bislang haben Dessaus Straßenbahnen an jeder Haltestelle gehalten, auch wenn absehbar war, dass niemand aus- oder einsteigen will. Damit ist ab 4. Mai Schluss. Die Maßnahme soll den Fahrplan stabilisieren und Betriebskosten senken.
Wie funktioniert der Bedarfshalt?
Fahrgäste, die aussteigen möchten, drücken rechtzeitig die Haltetaste. Wer zusteigen will, signalisiert dies durch ein Handzeichen oder das Betätigen des Rufknopfs an der Haltestelle. Bleibt beides aus, fährt die Bahn ohne Halt durch.
Die DVG erhofft sich dadurch kürzere Fahrzeiten und eine höhere Pünktlichkeit. Zudem werden Energie und Verschleiß reduziert. Die Umstellung betrifft alle Straßenbahnlinien in Dessau-Roßlau.
Kritiker befürchten, dass vor allem ältere Menschen oder Ortsunkundige Nachteile haben könnten. Die DVG versichert jedoch, dass die Haltestellen deutlich gekennzeichnet und die Fahrgäste durch Hinweise in den Bahnen und an den Stationen informiert werden.



