Verkehrschaos in Prenzlau: Drei Großbaustellen mit Vollsperrungen ab März
In Prenzlau und der umliegenden Region steht den Verkehrsteilnehmern ab dem 9. und 16. März ein erhebliches Verkehrschaos bevor. Gleich drei Straßenbaustellen werden unter vollständiger Sperrung durchgeführt, was zu kilometerweiten Umleitungen und erheblichen Behinderungen führen wird. Die offiziellen Umleitungsrouten verlaufen weiträumig über Dedelow und werden für betroffene Autofahrer nicht nur zeitintensiv, sondern auch kostspielig durch erhöhten Spritverbrauch sein.
Baubeginn kurzfristig auf den 16. März verschoben
Ursprünglich war der Start der Baumaßnahmen für den 9. März geplant, doch eine überraschende Mitteilung der beauftragten Firma EUROVIA Verkehrsbau GmbH hat zu Verwirrung geführt. Die Firma informierte das Prenzlauer Rathaus erst am Mittwoch per Handzettelverteilung an Anwohner, dass der Baubeginn in der Güstower Straße um eine Woche auf den 16. März verschoben wird. Ab diesem Datum wird die Güstower Straße auf einer Länge von 480 Metern zwischen der „Draußenmühle“ und dem Abzweig Erika-Kliemann-Weg vollständig gesperrt.
Für Anwohner gelten besondere Regelungen: Der Anliegerverkehr wird geduldet, solange keine Behinderungen der Bauarbeiten entstehen. Entsorgungsfahrzeuge der UDG dürfen die Baustelle passieren, jedoch ist die Ein- und Ausfahrt zu den Grundstücken nur in Richtung Prenzlau möglich. Die Fahrtrichtung Güstow bleibt für alle gesperrt, und Fahrzeuge müssen die ausgeschilderte Umleitung über Dedelow nutzen. Baustellen- und Rettungsfahrzeugen ist stets Vorfahrt zu gewähren, und je nach Baufortschritt kann die Erreichbarkeit von Grundstücken vorübergehend eingeschränkt sein.
Auswirkungen auf Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Nahverkehr
Fußgänger und Radfahrer, die ihr Fahrrad schieben, dürfen die Güstower Straße aus Richtung Prenzlau durchqueren, müssen dabei jedoch besondere Rücksicht auf die Baustelle nehmen. Viele Mitarbeiter des Tierheims nutzen regelmäßig das Fahrrad für ihren Arbeitsweg und sind von dieser Regelung betroffen. Die Bushaltestelle Güstower Straße wird während der Bauzeit nicht angefahren; die nächstgelegene Alternative befindet sich auf dem Neustädter Damm. Die UVG hat die betroffene Buslinie bereits entsprechend umgestellt.
Eine digitale Plattform zur Information über den aktuellen Baustellenfortschritt ist in Planung, und die Online-Adresse wird der Heimatzeitung in Kürze mitgeteilt. Für Rückfragen während der Bauarbeiten steht Stefan Fanselow unter der Telefonnummer 0174 9901647 als Ansprechpartner zur Verfügung.
Verzögerungen und Details zu den Bauprojekten
Der grundhafte Ausbau der Güstower Straße, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Prenzlau, der Stadtwerke und des Landesbetriebes Straßenwesen, sollte ursprünglich bereits im Juni 2025 beginnen. Aufgrund von Verzögerungen, unter anderem durch eine notwendige Neuausschreibung, wurde der Start mehrfach verschoben. Von März bis Dezember 2026 umfassen die Arbeiten den Bau von Geh- und Radwegen, die Installation eines Regenwasserkanals und die Ertüchtigung der Asphaltdecke.
Parallel dazu hat der Landkreis Uckermark die Ausbauarbeiten für die Ortsdurchfahrten in Güstow (K 7334 in Richtung Horst) und Basedow (K 7336 in Richtung B 198) an die Firma EUROVIA Verkehrsbau GmbH vergeben. Diese Maßnahmen beginnen bereits am 9. März und sind Gemeinschaftsprojekte des Landkreises, der Stadt Prenzlau und des Norduckermärkischen Wasser- und Abwasserverbandes (NUWA). Die Fertigstellung ist für Mitte Dezember 2026 vorgesehen, mit einem Wertumfang von circa 2,1 Millionen Euro für Güstow und 1,1 Millionen Euro für Basedow. Das Land unterstützt die Straßenbaumaßnahmen mit 75 Prozent der förderfähigen Kosten.



