Bahnstrecke Dresden-Prag: Umfangreiche Sperrungen für Bauarbeiten beginnen
Die wichtige Zugverbindung zwischen Dresden und Prag wird ab sofort durch umfangreiche Bauarbeiten beeinträchtigt. Reisende müssen sich auf Ersatzverkehr und deutlich längere Fahrtzeiten einstellen. Die Deutsche Bahn hat konkrete Sperrungszeiträume bekanntgegeben, die den Verkehr auf dieser internationalen Strecke bis weit ins Jahr 2027 hinein beeinflussen werden.
Konkrete Sperrungszeiten und Ersatzverkehr
Vom heutigen Tag bis zum kommenden Sonntag, dem 22. März 2026, wird die Strecke zwischen Bad Schandau und Schöna täglich von 9 bis 17 Uhr komplett gesperrt. Anschließend folgen bis November 2027 jeden Montag Totalsperrungen von 9 bis 19 Uhr. Die Fernzüge auf der Linie Berlin-Dresden-Prag verkehren dann nur noch zwischen Berlin und Dresden sowie zwischen Decin und Prag.
Für den Abschnitt zwischen Dresden und Usti nad Labem werden Ersatzbusse eingesetzt. Der wichtige Halt in Bad Schandau entfällt während dieser Sperrungen vollständig. Auch der Regionalverkehr ist betroffen: Auf den Linien S1 und U28 gibt es zwischen Bad Schandau und Schmilka beziehungsweise Decin Ersatzverkehr. Die Bahn empfiehlt allen Reisenden dringend, sich vor Reiseantritt in den digitalen Auskunftsmedien über aktuelle Verbindungen zu informieren.
Weitere geplante Einschränkungen
Bereits jetzt sind weitere Sperrungen für die kommenden Monate angekündigt. Vom 14. bis 19. April 2026 wird die Strecke erneut täglich von 9 bis 17 Uhr gesperrt sein. Zusätzlich kommen vom 13. bis 29. April Nachtsperrungen hinzu. Über weitere Einschränkungen ab Juni will die Deutsche Bahn zu einem späteren Zeitpunkt informieren.
Parallel laufen bereits seit Februar Bauarbeiten auf dem nahegelegenen Abschnitt zwischen Heidenau und Rathen. Dort fahren die Züge noch bis zum 11. April im sogenannten Gleiswechselbetrieb, während nachts die Strecke teilweise gesperrt wird.
Hintergrund der Bauarbeiten
Im Mittelpunkt der aktuellen Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung des Hirschmühlenviadukts direkt an der deutsch-tschechischen Grenze. Dort werden wesentliche Teile der Brückenkonstruktion erneuert und modernisiert. Zusätzlich verlegt die Bahn neue Kabel und schließt wichtige Arbeiten im Güterbahnhof Bad Schandau Ost ab, die den gesamten Betriebsablauf nachhaltig verbessern sollen.
Nach Angaben des Unternehmens dienen alle diese Maßnahmen dazu, die stark befahrene internationale Verbindung langfristig zuverlässiger und leistungsfähiger zu machen. Seit dem Jahr 2014 wird die Strecke bereits umfangreich modernisiert. Es handelt sich laut Bahn um den einzigen elektrifizierten Grenzübergang von Deutschland nach Tschechien im gesamten Schienennetz, was seine besondere Bedeutung unterstreicht.
Langfristige Auswirkungen
Die geplanten Bauarbeiten werden den Zugverkehr auf dieser wichtigen Verbindung noch bis November 2027 beeinträchtigen. Reisende zwischen Deutschland und Tschechien müssen sich auf regelmäßige Unterbrechungen und Umleitungen einstellen. Die Deutsche Bahn betont jedoch, dass die Maßnahmen notwendig sind, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Strecke langfristig zu gewährleisten.



