Falsch abgebogen in Solingen: Ersatzbus steckt 13 Stunden in Sackgasse fest
Ein Gelenkbus im Auftrag der Deutschen Bahn hat sich in Solingen in einer Sackgasse festgefahren und blieb dort mehr als 13 Stunden lang stecken. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch und führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen für Anwohner.
Missglückte Fahrt in der Kohlfurth
Nach Polizeiangaben bog der Fahrer des Busses am späten Dienstagabend falsch ab und landete gegen Mitternacht in der kleinen Straße Kohlfurth. Diese Straße endet als Sackgasse und liegt neben der größeren Kohlfurther Straße. Bei dem Fahrmanöver touchierte der Bus ein Haus und verursachte leichte Schäden. Nur der Fahrer war an Bord des Fahrzeugs, das als Teil des Schienenersatzverkehrs unterwegs war.
Lange Blockade und gescheiterte Rettungsversuche
Der Bus saß zwischen Häusern und einer Böschung fest, wobei zeitweise die Gefahr bestand, dass das Vorderteil hinabkippen könnte. Mehrere Abschleppversuche scheiterten, bevor es schließlich nach über 13 Stunden gelang, das Fahrzeug aus der Sackgasse zu ziehen. Ein dpa-Reporter berichtete über die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Befreiung.
Die Anwohner der Straße waren von der Blockade stark betroffen. Wie der WDR meldete, konnten sie mit ihren Autos nicht mehr aus der Straße herausfahren. Auch die Rheinische Post und das Solinger Tageblatt berichteten über die missratene Dienstfahrt, die zu erheblichen Unannehmlichkeiten führte.
Hintergrund: Bahnstrecke gesperrt
Die Deutsche Bahn hat die wichtige Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen wegen umfangreicher Bauarbeiten für gut fünf Monate gesperrt. Bis Juli werden Fernzüge umgeleitet, und Pendler müssen auf rund einem Dutzend Linien im Regionalverkehr auf Ersatzbusse umsteigen. Dies erfordert deutlich mehr Zeit für die Reisenden und erhöht das Risiko solcher Zwischenfälle.
Der Vorfall in Solingen unterstreicht die Herausforderungen im Schienenersatzverkehr und die Bedeutung sorgfältiger Planung und Ausführung. Die lange Dauer der Blockade zeigt, wie schnell sich kleinere Fehler zu größeren Problemen ausweiten können, insbesondere in engen städtischen Gebieten.



