Europas Flughäfen warnen vor Kerosinmangel: Notfallpläne wegen Irankrieg gefordert
Flughäfen fordern Notfallpläne wegen Kerosinmangel

Europäische Flughäfen fordern Notfallpläne wegen drohendem Kerosinmangel

Die europäischen Flughäfen haben die EU-Kommission eindringlich vor einem Treibstoffmangel gewarnt, sollte die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen vollständig geöffnet werden. Diese wichtige Meerenge wird im aktuellen Krieg mit den USA und Israel von Iran blockiert, was die Versorgung mit Flugzeugsprit massiv gefährdet.

Branche warnt vor systemischem Mangel

In einem Brief des Verbandes ACI Europe, aus dem die Financial Times zitiert, heißt es, dass die Reserven für Kerosin zur Neige gehen und die Auswirkungen militärischer Aktivitäten die Lage zusätzlich verschärfen. Die Flughäfen äußern zunehmend Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Treibstoff und fordern eine vorsorgliche Beobachtung sowie ein proaktives Vorgehen der Europäischen Union.

Adressiert ist das Schreiben an EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas. Die Vertreter der Flughäfen warnen ihn: „Wenn die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen in nennenswertem und stabilem Umfang wieder aufgenommen wird, droht der EU ein systemischer Mangel an Flugzeugtreibstoff.“

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Besorgnis vor der Urlaubssaison

Die Sorge der Industrie ist besonders groß, da die bevorstehende Urlaubszeit ansteht, in der der Flugverkehr das gesamte Tourismus-Ökosystem ermöglicht, auf das viele Volkswirtschaften angewiesen sind. Die Sommersaison gilt als besonders kritisch für die Luftfahrtbranche.

Bereits jetzt haben asiatische Länder wie Vietnam Kerosin für Flugzeuge rationiert. In Europa ist dies bislang nicht der Fall, obwohl die Kraftstoffpreise sich verdoppelt haben und verschiedene Fluglinien vor Engpässen und Ausfällen warnen. Die globalen Ölpreise bleiben trotz einer vereinbarten Waffenpause im Irankrieg hoch.

Unsicherheit in der Lieferkette

Laut Financial Times gehen die europäischen Flughäfen davon aus, noch genügend Treibstoff für mehrere Wochen zu haben. Allerdings können Lieferanten für die Zeit bis in den Mai keine Garantien für Lieferungen geben. Daher wird in dem Brief ein EU-weites Überwachungssystem gefordert, um angemessen reagieren zu können.

Wegen der angespannten und unsicheren Lage haben verschiedene Airlines bereits Verbindungen ausgedünnt oder ganz gestrichen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit der Situation und die Notwendigkeit schneller Maßnahmen seitens der EU.

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