Flugzeug nach Triebwerksfehlermeldung sicher in Hamburg gelandet
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings musste am Donnerstagnachmittag nach einem Triebwerksproblem außerplanmäßig am Hamburger Flughafen landen. Die Airbus A319 mit etwa 130 Passagieren an Bord war ursprünglich auf dem Weg nach London gestartet, als während des Flugs eine Fehlermeldung im Triebwerk auftrat.
Sicherheitslandung nach Entscheidung der Cockpit-Crew
Die Sprecherin des Hamburger Airports bestätigte, dass die Landung sicher verlaufen sei. Eurowings bezeichnete den Vorgang als Sicherheitslandung, nachdem die Cockpit-Crew entschieden hatte, nach Hamburg zurückzukehren. Die Fluggesellschaft machte keine genauen Angaben dazu, ob das Triebwerk tatsächlich ausgefallen war oder lediglich eine Warnmeldung angezeigt wurde.
Laut den Daten der Flugdatenplattform Flightradar24 hob die Maschine um 13:40 Uhr in Hamburg ab und kehrte bereits um 14:30 Uhr wieder zum Ausgangsflughafen zurück. Der Flugverlauf zeigt, dass das Flugzeug im Luftraum bei Oldenburg und Bremen umdrehte, bevor es sicher in Hamburg landete.
Passagiere verlassen Flugzeug über Fluggasttreppen
Nach der Landung wurde das Flugzeug von mehreren Einsatzfahrzeugen umgeben, was bei solchen Vorfällen standardmäßig erfolgt. Eurowings teilte mit, dass alle Passagiere das Flugzeug über die Fluggasttreppen verlassen konnten und zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für ihre Sicherheit bestanden habe.
„Die Sicherheit der Passagiere und Besatzung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, betonte die Fluggesellschaft in ihrer Stellungnahme. Die betroffenen Reisenden werden auf Ersatzflüge umgebucht, wobei Eurowings die entstandenen Unannehmlichkeiten bedauert.
Experte: Triebwerksausfall ist geübtes Szenario
Der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt erklärte auf Anfrage, dass der Ausfall eines von zwei Triebwerken kein Notfall darstelle, solange das Flugzeug weiterhin steuerbar bleibe. Dies sei ein Szenario, das Piloten regelmäßig im Training übten, und grundsätzlich reiche die Leistung eines verbliebenen Triebwerks aus, um Start und Landung durchzuführen.
Am kritischsten sei ein Triebwerksausfall unmittelbar nach dem Abheben, doch komme es äußerst selten vor, dass beide Triebwerke gleichzeitig ausfielen. Die professionelle Reaktion der Besatzung und die sichere Landung in Hamburg zeigen laut Experten, dass die Sicherheitsprotokolle in solchen Fällen zuverlässig funktionieren.
Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Sicherheitstrainings für Flugbesatzungen und die Robustheit moderner Flugzeuge auch bei technischen Problemen. Für die Passagiere bedeutet die außerplanmäßige Landung zwar Reiseverzögerungen, doch die Priorität der Flugsicherheit wurde erfolgreich gewahrt.



