Grüne fordern bessere Überwachung von Leerflügen am Flughafen Leipzig/Halle
Grüne: Leerflüge in Leipzig/Halle besser überwachen

Die Grünen im sächsischen Landtag fordern eine strengere Überwachung von nächtlichen Leerflügen am Flughafen Leipzig/Halle. Diese sogenannten Positionierungsflüge, bei denen Flugzeuge ohne Fracht starten oder landen, sollen transparenter erfasst werden, um die Anwohner besser vor Fluglärm zu schützen. Dies teilte Fraktionschefin Franziska Schubert mit.

Was sind Leerflüge?

Bei Leerflügen bewegen sich Flugzeuge ohne Fracht an Bord. Sie dienen dazu, Maschinen zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu bringen, um das Frachtgeschäft effizient abzuwickeln. Diese Positionierungsflüge sind ein normaler Bestandteil der Logistik, aber ihre hohe Anzahl in der Nacht sorgt für Kritik.

Zahlen und Forderungen

Schubert hat bei der Landesregierung erfragt, dass es im Jahr 2025 am Flughafen Leipzig/Halle insgesamt 1.354 Leerflüge gab. Davon fanden 352 Flüge in der Nacht statt – eine Zahl, die die Grünen-Politikerin mit Blick auf den Lärmschutz als alarmierend bezeichnet. Sie fordert die sächsische Staatsregierung auf, Leerflüge und ihre Notwendigkeit systematisch zu erfassen und zu bewerten.

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Regierung ohne konkrete Informationen

Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) teilte auf Schuberts Anfrage mit, dass die Regierung keine genauen Kenntnisse über die betrieblichen Gründe der Leerflüge habe. Diese lägen in der Verantwortung der Fluggesellschaften. Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wenigen deutschen Airports mit einer Nachtflugerlaubnis, die für Expressfracht gilt. Der Logistikkonzern DHL betreibt dort ein großes Drehkreuz.

Gesamtzahl der Frachtflüge

Im Jahr 2025 gab es laut Regierungsangaben insgesamt 49.634 Frachtflüge in Leipzig/Halle. Davon wurden 73 Prozent (36.289 Flüge) nachts abgewickelt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Nachtflugbetriebs für das Frachtgeschäft, aber auch die Belastung für die Anwohner.

Die Grünen sehen hier dringenden Handlungsbedarf. Schubert betont, dass eine bessere Überwachung der Leerflüge ein erster Schritt sei, um die Lärmbelastung für die Bevölkerung zu reduzieren. Sie fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Fluggesellschaften nach Lösungen zu suchen, um unnötige Nachtflüge zu vermeiden.

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