Havag setzt Notfahrplan trotz Verdi-Streik um: So läuft der ÖPNV in Halle am Wochenende
Eigentlich plante die Gewerkschaft Verdi, den öffentlichen Personennahverkehr in Halle bis Sonntagabend vollständig lahmzulegen. Doch entgegen den Erwartungen rollen seit Samstagmorgen wieder Straßenbahnen und Busse durch die Stadt. Die Hallenser Verkehrsgesellschaft Havag hat einen Notfahrplan aufgestellt, der den Betrieb aufrechterhält, wenn auch in stark eingeschränkter Form.
Überraschung für viele Fahrgäste
Viele Einwohner von Halle rieben sich am Samstag verwundert die Augen, als sie die fahrenden Trams sahen – beispielsweise am Marktplatz. Der Notfahrplan der Havag während des dreitägigen Verdi-Streiks im Nahverkehr hat offenbar zahlreiche Hallenser überrascht. Seit dem frühen Samstagmorgen verkehren Straßenbahnen und Busse nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch auf der Linie 5 nach Bad Dürrenberg.
Doch die Auslastung der Fahrzeuge bleibt gering, in den meisten Fällen sitzen nur wenige Fahrgäste in den Bussen und Bahnen. Dies deutet darauf hin, dass viele Menschen von dem Notbetrieb nichts wussten oder auf alternative Verkehrsmittel ausgewichen sind.
Details zum Notfahrplan
Der Notfahrplan der Havag stellt sicher, dass zumindest ein Grundangebot im öffentlichen Nahverkehr verfügbar bleibt. Allerdings sind die Taktzeiten deutlich reduziert, und nicht alle Linien werden bedient. Die Havag hat ihre Ressourcen gebündelt, um die wichtigsten Verbindungen aufrechtzuerhalten und so die Mobilität in der Stadt notdürftig zu gewährleisten.
Die Gewerkschaft Verdi hatte ursprünglich angekündigt, den ÖPNV in Halle bis Sonntagabend komplett lahmlegen zu wollen. Der nun umgesetzte Notfahrplan zeigt jedoch, dass die Havag trotz der Streikmaßnahmen in der Lage ist, einen eingeschränkten Betrieb aufrechtzuerhalten. Dies könnte Auswirkungen auf die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber haben.
Reaktionen und Ausblick
Die überraschte Reaktion vieler Hallenser unterstreicht, wie unerwartet die Aufrechterhaltung des Notbetriebs für die Öffentlichkeit war. Während einige Fahrgäste den Notfahrplan begrüßen, da er zumindest eine minimale Verbindung bietet, kritisieren andere die mangelnde Kommunikation über die verfügbaren Angebote.
Der Streik der Gewerkschaft Verdi im Nahverkehr von Halle dauert voraussichtlich noch bis Sonntagabend an. Es bleibt abzuwarten, ob der Notfahrplan der Havag bis dahin aufrechterhalten werden kann und wie sich die Situation auf die laufenden Tarifverhandlungen auswirken wird. Für die Hallenser bedeutet der Notbetrieb zumindest eine gewisse Erleichterung in einer ansonsten stark eingeschränkten Mobilitätssituation.



