Frühling im Auto: Warum der Innenraumfilter jetzt besonders wichtig ist für Allergiker
Innenraumfilter im Frühling: Tipps für Allergiker und Asthmatiker

Frühlingszeit bedeutet Pollenzeit: Innenraumfilter regelmäßig kontrollieren und austauschen

Ein regelmäßiger Filterwechsel gewährleistet saubere Luft im Fahrzeuginnenraum – dies ist besonders im Frühling von großer Bedeutung. Worauf Asthmatiker und Allergiker in dieser Jahreszeit besonders achten sollten, erklärt der TÜV-Verband in einer aktuellen Empfehlung.

Jährlicher Wechsel als Faustregel für optimale Luftqualität

Der Innenraumfilter sollte einmal pro Jahr oder nach einer Fahrleistung von 15.000 bis 20.000 Kilometern ausgetauscht werden. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Frühling, zu Beginn der Pollensaison. Diese Empfehlung deckt sich mit den vom Autohersteller vorgeschlagenen Inspektionsterminen.

Für Allergiker ist diese Maßnahme besonders wichtig: Niesen oder tränende Augen sind nicht nur unangenehm, sondern können im Straßenverkehr schnell gefährlich werden, wenn die Sicht durch allergische Reaktionen beeinträchtigt wird.

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Nicht nur Pollen: Feinstaub und Schadstoffe werden herausgefiltert

Ein regelmäßiger Tausch des Filters ist nicht ausschließlich für Pollenallergiker sinnvoll. Der TÜV-Verband weist darauf hin, dass neben Pollen auch Feinstaub oder andere Schadstoffe in das Wageninnere gelangen können. Daher ist es besonders für Asthmatiker entscheidend, den Innenraum möglichst frei von diesen Partikeln zu halten.

Warnsignale erkennen: Wann der Filter überprüft werden muss

Spätestens bei folgenden Indizien sollte der Zustand des Innenraumfilters überprüft werden:

  • Unangenehme Gerüche: Wenn es im Auto muffig oder modrig riecht und der Geruch vor allem aus der Lüftungsanlage kommt, könnten sich Bakterien oder Schimmel gebildet haben.
  • Beschlagene Scheiben: Leicht beschlagene Scheiben deuten darauf hin, dass feuchte Luft nicht mehr richtig aus dem Innenraum abtransportiert werden kann.
  • Schwache Lüftungsleistung: Wenn Lüftung, Klimaanlage oder Heizung nicht mehr mit voller Kraft arbeiten, könnte die Ursache ein verstopftes Filtervlies sein.
  • Vermehrt allergische Reaktionen: Treten im Auto vermehrt Niesanfälle, akuter Schnupfen oder brennende Augen auf, könnte dies am Filter liegen.

Filtertypen im Vergleich: Von Basismodellen bis zu HEPA-Filtern

Die verfügbaren Innenraumfilter unterscheiden sich erheblich in ihrer Leistungsfähigkeit:

  1. Basismodelle: Diese verwenden meist Faser- oder Vliesmaterial, um Pollen, Staub und gröbere Partikel zurückzuhalten. Allerdings können sie keine Abgase filtern.
  2. Aktivkohlefilter: Diese Varianten können zusätzlich Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen aufnehmen.
  3. HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air): Diese hochwirksamen Filter sollen sogar Bakterien und Viren vom Innenraum abhalten können.

Die Preisspanne ist entsprechend groß: Während Standard-Innenraumfilter bereits ab fünf bis acht Euro erhältlich sind, können HEPA-Modelle zwischen 40 und 80 Euro kosten. Höherwertige Modelle lassen sich oft nachrüsten, und es gibt auch Kombi-Lösungen mit mehreren Eigenschaften.

Fachgerechter Einbau und individuelle Beratung

Der TÜV-Verband rät zwar zu Fachleuten für den Austausch, grundsätzlich wäre dieser aber auch für Laien möglich. Besonders wichtig ist dabei, dass der Filter richtig herum eingesetzt wird. Normalerweise zeigen Pfeile auf den Filtern an, in welche Richtung die Luft strömen soll.

Der Filter befindet sich oft hinter oder unterhalb des Handschuhfachs, im Motorraum nahe der Windschutzscheibe oder manchmal auch unter dem Armaturenbrett. Im Zweifel beraten Fachwerkstätten über die verschiedenen Möglichkeiten für das individuelle Automodell.

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