IT-Panne legt bayrische Zulassungsstellen lahm – Softwareupdate als Ursache
Wer am Montag in Bayern ein neues Auto zulassen oder einen Führerschein beantragen wollte, stand vielerorts vor verschlossenen Türen. Eine IT-Panne hat die Führerschein- und Zulassungsstellen in zahlreichen bayerischen Kommunen für einen ganzen Tag lahmgelegt. Die Störung wurde in der Nacht behoben, wie ein Sprecher der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) in München mitteilte.
Fehler bei Softwareupdate als Auslöser
Ursache für den Ausfall war ein Fehler bei einem Softwareupdate am Wochenende. Dieser machte sich erst am Montag bemerkbar und führte dazu, dass in vielen Landkreisen bayernweit sowie in der oberpfälzischen Stadt Amberg keine Fahrzeuge zugelassen oder Führerscheine ausgestellt werden konnten. Die AKDB und der Softwarehersteller bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten für Bürgerinnen, Bürger und Kommunen, erklärte der Sprecher.
Betroffene Landkreise und Städte
Von der IT-Panne waren unter anderem folgende Landratsämter betroffen:
- Altötting, Dachau, Deggendorf, Dingolfing-Landau
- Erlangen-Höchstadt, Fürstenfeldbruck, Günzburg
- Landsberg am Lech, Miltenberg, Main-Spessart
- Nürnberger Land, Neuburg-Schrobenhausen, Ostallgäu
- Rosenheim, Tirschenreuth, Bad Tölz
- Weißenburg-Gunzenhausen und Würzburg
Zudem war auch der Bodenseekreis in Baden-Württemberg von der Störung betroffen, was die regionale Ausdehnung des Problems unterstreicht.
Wiederholte IT-Probleme bei Zulassungsstellen
Es handelt sich nicht um die erste IT-Panne dieser Art. Bereits im April des Vorjahres kam es aufgrund eines anderen technischen Fehlers zu einem eintägigen Ausfall. Im November 2023 sorgte eine Netzwerkstörung sogar stundenlang für Probleme bei 80 Zulassungs- und Führerscheinstellen bundesweit. Diese wiederkehrenden Vorfälle werfen Fragen zur IT-Sicherheit und Stabilität der Systeme auf.
Die aktuelle Störung zeigt erneut, wie anfällig kritische Infrastrukturen für technische Probleme sein können. Bürgerinnen und Bürger müssen sich weiterhin auf mögliche Verzögerungen bei Behördengängen einstellen, bis nachhaltige Lösungen für die IT-Systeme gefunden werden.



