Leblose Frau im Regionalexpress: Lokführer wird zum Lebensretter
Lokführer rettet Frau im Regionalexpress

An einem sonnigen Dienstagmorgen im April in Halle ist der Feierabend für Dominik Zumer bereits in greifbarer Nähe. Während andere ins Büro oder an die Werkbank fahren, muss er noch eine Runde nach Kassel drehen, von dort zurück nach Nordhausen. Dann endet seine Frühschicht, die gegen 3 Uhr in der Nacht begonnen hat. Zumer (40) ist Lokführer. Was er noch nicht ahnt: An diesem Tag wird er auch zum Lebensretter werden. Nach Kassel wird er nicht mehr kommen.

Der Notruf aus dem Zug

Doch dann klingelt das Diensttelefon. Aufgeregte Fahrgäste melden, dass eine Frau im Zug leblos zusammengebrochen sei. Zumer handelt sofort. Er bricht die Fahrt ab und informiert die Leitstelle. Der Zug kommt in Halle zum Stehen. Der Lokführer eilt in den Waggon, wo die Frau bewusstlos auf dem Boden liegt. Ein Fahrgast hat bereits mit der Herzdruckmassage begonnen. Zumer übernimmt und leitet die Wiederbelebungsmaßnahmen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Gemeinsame Rettungsaktion

Neben Zumer hilft auch eine andere Passagierin, die sich als medizinisches Fachpersonal ausweist. Sie unterstützt bei der Beatmung und überwacht die Vitalfunktionen. Die Zusammenarbeit ist reibungslos. Nach wenigen Minuten zeigt die Frau wieder Lebenszeichen. Der Rettungsdienst bringt sie ins Krankenhaus. Zumer bleibt erschüttert zurück, aber auch erleichtert. Er hofft, dass die Frau überlebt hat.

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Ein besonderer Dank

Besonders dankbar ist Zumer der unbekannten Passagierin, die ihm so professionell zur Seite stand. „Ich würde mich gerne bei ihr bedanken“, sagt er. „Ohne ihre Hilfe hätte es vielleicht nicht geklappt.“ Die Frau habe nach dem Einsatz den Zug verlassen, ohne ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Zumer wünscht sich, sie wiederzusehen, um sich persönlich zu bedanken.

Ein Tag, der alles verändert

Für Zumer war dieser Tag einer, der ihn nachhaltig geprägt hat. Er ist stolz darauf, dass er in der Notsituation richtig reagiert hat. Doch er betont, dass es eine Teamleistung war. „Jeder kann zum Lebensretter werden, wenn man nicht wegschaut“, sagt er. Der Vorfall zeigt, wie wichtig schnelle Hilfe und Zivilcourage sind.

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