Lufthansa-Pilotenstreik legt Flugverkehr lahm: Tausende Passagiere betroffen
Lufthansa-Pilotenstreik: Flugausfälle an deutschen Flughäfen

Pilotenstreik bei Lufthansa legt Flugverkehr lahm

Ein erneuter Streik trifft die deutsche Luftfahrtbranche und sorgt für massive Beeinträchtigungen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für Montag und Dienstag zu Arbeitsniederlegungen bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Cityline aufgerufen. Der Streik beginnt am Montag um 0.01 Uhr und führt zu zahlreichen Flugausfällen an großen deutschen Flughäfen.

Massive Auswirkungen auf den Flugverkehr

Bereits am Sonntagnachmittag waren die Mitarbeiter der Fluggesellschaft mit den Umbuchungen von Passagieren beschäftigt. Betroffene Reisende werden auf alternative Flugrouten oder Partner-Fluggesellschaften umgebucht. Bei Eurowings Deutschland sind am Montag Abflüge betroffen, während Eurowings Europe voraussichtlich einen großen Teil des Flugprogramms aufrechterhalten kann. Bestimmte Verbindungen in Krisenregionen im Nahen Osten sind vom Streik ausgenommen.

Die Flugausfälle im Überblick:

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  • Am Flughafen Hamburg fallen am Montag 12 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie 12 von und nach München aus. Am Dienstag sind weitere 13 Verbindungen nach Frankfurt und 12 nach München betroffen.
  • Am Hauptstadtflughafen BER sind an beiden Tagen die Lufthansa-Verbindungen von und nach Frankfurt und München beeinträchtigt.
  • Am Stuttgarter Flughafen fallen am Montag mehrere Flüge nach München und Frankfurt aus.
  • Weitere betroffene Flughäfen sind Leipzig und Dresden.

VC-Präsident Andreas Pinheiro rechnet bei der Cityline mit quasi vollständigen Flugausfällen. „Das ist nicht schön für die Passagiere, wird aber so kommen“, erklärte er.

Hintergründe des Tarifkonflikts

Der aktuelle Pilotenstreik hat seine Ursache in einem Streit um die betriebliche Altersversorgung. Zudem geht es um die Vergütung bei der Regionaltochter Lufthansa CityLine, die perspektivisch eingestellt werden soll. Die neue Marke City Airlines übernimmt schrittweise deren Strecken. Die Piloten erhoffen sich durch höhere Tarifabschlüsse bei CityLine bessere Bedingungen für den Übergang zu City Airlines.

Andreas Pinheiro begründet den Streikaufruf mit fehlenden Verhandlungsangeboten des Arbeitgebers: „Grund für diesen Aufruf ist ganz klar, dass wir in den letzten vier Wochen kein verhandlungsfähiges Angebot vom Arbeitgeber erhalten haben, was über eine Null hinausgeht.“

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann hält dagegen und kritisiert die Forderungen der Gewerkschaft als verantwortungslos. Bei der Lufthansa Classic und Cargo streike die VC für eine Verdopplung einer bereits exzellenten Altersversorgung. Bei Eurowings fordere die Gewerkschaft eine Verdreifachung der arbeitgeberseitigen Altersversorgungsbeiträge. Zudem sei die Lufthansa CityLine hochdefizitär.

Empfehlungen für betroffene Passagiere

Passagiere sollten sich direkt an ihre Fluggesellschaft wenden, um Informationen zu erhalten. Eurowings rät Fluggästen, sich fortlaufend auf der Internetseite oder über die App zu informieren. Auch die Flughäfen bitten Reisende, den Status ihres Fluges online zu prüfen. Sollte sich der Arbeitgeber nicht bewegen, schließt VC-Chef Pinheiro weitere Streiks nicht aus, was die Situation zusätzlich verschärfen könnte.

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