Erneute Bauarbeiten auf der B192: Staugefahr in Klink ab Ende April
Autofahrer und Verkehrsteilnehmer in der Müritz-Region müssen sich auf eine weitere Geduldsprobe einstellen. Nach den umfangreichen Bauarbeiten im Herbst 2025 stehen auf der Bundesstraße 192 in Klink ab Ende April erneut Baumaßnahmen an, die zu Verkehrsbehinderungen führen könnten.
Geplante Restarbeiten an Schachtabdeckungen
André Horn vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern in Rostock bestätigt die bevorstehenden Arbeiten. „Es handelt sich nicht um Nachbesserungen, sondern um planmäßige Restleistungen“, betont der Sprecher. Nach der Straßensanierung im vergangenen Herbst müssen nun die provisorisch abgedeckten Gullys freigelegt und endgültig eingebaut werden.
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise unter halbseitiger Sperrung, wobei die Baustellenbereiche mit maximal etwa 100 Metern bewusst kurz gehalten werden. „Dadurch sind die Einschränkungen für den Verkehr deutlich geringer als bei den Arbeiten im Herbst 2025“, erklärt Horn. Der Zugang zum unterirdischen Kanalsystem muss dauerhaft gesichert bleiben – eine wichtige Voraussetzung für den Betrieb durch den Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband.
Terminierung und Kostenverteilung
Der Baubeginn ist für Ende April vorgesehen, ein konkreter Termin steht allerdings noch nicht fest. Vor und an den Feiertagswochenenden – Herrentag und Pfingsten – wird es keine Einschränkungen geben. Die ursprünglichen Bauarbeiten waren bewusst außerhalb der Hauptreisezeit im Herbst 2025 geplant worden, um den touristischen Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Witterungsbedingte Verzögerungen haben jedoch dazu geführt, dass einzelne Restleistungen im Herbst nicht mehr unter geeigneten Bedingungen umgesetzt werden konnten. Eine weitere Verschiebung in den Spätherbst sei nicht möglich. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 100.000 Euro und werden zwischen den beteiligten Partnern aufgeteilt:
- Die Straßenbauverwaltung (Bund) übernimmt den Einbau und trägt 40 Prozent der Kosten
- Der Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband stellt die Schachtabdeckungen und trägt 60 Prozent der Kosten
Kritik an vergangenen Bauarbeiten
Die Sanierung im vergangenen Jahr war in die Kritik geraten, da die Gemeinde nach eigenem Bekunden nicht rechtzeitig über den Baustart informiert worden war. Hunderte Pendler und Schulbusse mussten ad hoc Umleitungen in Kauf nehmen, was zu erheblichen Verspätungen führte. Zu Hochzeiten kam es zu Verzögerungen von bis zu einer Stunde oder mehr.
Die B192 zählt zu den am meisten befahrenen Straßen der Müritz-Region und war im vergangenen Herbst regelmäßig Schauplatz kilometerlanger Staus. Die bevorstehenden Arbeiten sollen zwar weniger einschneidend sein, dennoch müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Behinderungen einstellen.



