Oberleitungsschaden in Hannover: Bahnverkehr massiv beeinträchtigt
Ein schwerer Oberleitungsschaden in Hannover hat am Dienstag zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr geführt. Sowohl der Fernverkehr der Deutschen Bahn als auch der Regionalverkehr und die Regio-S-Bahn sind von den Auswirkungen betroffen. Die Reparaturarbeiten laufen seit etwa 13:00 Uhr und werden voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern.
Fernverkehr mit Umleitungen und Verspätungen
Wegen des defekten Oberleitungsabschnitts zwischen Hannover und Lehrte müssen Fernverkehrszüge umgeleitet werden. Die Umleitungen führen teilweise über Hildesheim und Braunschweig, was zu erheblichen Verspätungen führt. Betroffen sind laut Bahnsprecher die ICE-Linien von Nordrhein-Westfalen über Hannover nach Berlin sowie die IC-Linie von Norddeich Mole über Hannover in Richtung Dresden. Der Hauptbahnhof Hannover kann trotz der Umleitungen weiter angefahren werden, allerdings warnt die Bahn vor vereinzelten Ausfällen.
Regionalverkehr und S-Bahn stark beeinträchtigt
Die Störung wirkt sich auch massiv auf den Regionalverkehr aus. Bei der Regio-S-Bahn hat Betreiber Transdev mitgeteilt, dass die Beeinträchtigungen voraussichtlich bis 22:00 Uhr andauern werden. Die Linie S7 fällt komplett aus, für betroffene Reisende wird ein Busnotverkehr eingerichtet. Die Linie S3 pendelt zwischenzeitlich nur noch zwischen Lehrte und Hildesheim. Reisenden wird dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren und mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
Die Deutsche Bahn konnte bisher keine verlässliche Prognose für die genaue Dauer der Einschränkungen abgeben. Ein Sprecher betonte jedoch, dass die Reparaturarbeiten mit Hochdruck vorangetrieben werden. Die genaue Ursache des Oberleitungsschadens ist noch nicht bekannt, Untersuchungen laufen. Die Verkehrsbeeinträchtigungen betreffen einen der wichtigsten Bahnknotenpunkte in Norddeutschland und haben Auswirkungen auf zahlreiche Verbindungen im gesamten Bundesgebiet.



