Vorsicht im Oster-Urlaub: Neues Blitzersystem auf Brennerautobahn droht mit saftigen Strafen
Autofahrer, die in den Osterferien nach Österreich reisen, müssen auf der Brennerautobahn A13 mit einer teuren Überraschung rechnen. In einem vielbefahrenen Baustellenabschnitt kommt das neuartige Messsystem Section Control zum Einsatz, das alle Kennzeichen erfasst und bei Geschwindigkeitsüberschreitungen Bußgelder von bis zu 7500 Euro verhängen kann.
Wie funktioniert die Section Control?
Das System arbeitet ähnlich wie eine stationäre Radarfalle, ist jedoch für Autofahrer kaum sichtbar. Beim Einfahren in den kontrollierten Abschnitt und anschließend beim Ausfahren wird das Kennzeichen erfasst und mit einem Zeitstempel versehen. Durch Vergleich der beiden Zeitstempel berechnet das System die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wird die festgelegte Mindestzeit unterschritten, war das Fahrzeug zu schnell unterwegs.
Besondere Gefahr auf der Luegbrücke
Die Section Control kommt speziell auf der Luegbrücke in beiden Fahrtrichtungen zwischen Österreich und Italien zum Einsatz. Dieser Abschnitt der Brennerautobahn ist aufgrund von Bauarbeiten, die bis 2030 andauern werden, in der Regel nur noch einspurig befahrbar. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt hier lediglich 60 km/h.
Ziele des Systems und rechtliche Besonderheiten
Laut der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag soll die Section Control helfen, den Verkehrsfluss zu harmonisieren und Staus zu reduzieren. Je mehr Fahrzeugführer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, desto geringer ist die Unfallgefahr und die daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen.
Allerdings gibt es in Österreich im Gegensatz zu Deutschland keinen allgemein verbindlichen Bußgeldkatalog. Jede Sanktion bei Ordnungswidrigkeiten ist eine Einzelfallentscheidung, was zu erheblichen Schwankungen bei den Strafen führen kann.
Hohe Bußgelder drohen
Die möglichen Strafen sind beträchtlich:
- Bei einer Überschreitung von mehr als 50 km/h außerorts drohen Bußgelder zwischen 300 und 5000 Euro
- Bei mehr als 70 km/h zu schnell sind laut ADAC sogar Strafen von bis zu 7500 Euro möglich
- Die österreichischen Bußgelder können auch in Deutschland eingetrieben werden
Autofahrer sollten daher auf der Luegbrücke und in allen Baustellenabschnitten besonders achtsam sein und die Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt einhalten, um unangenehme und kostspielige Überraschungen zu vermeiden.



