ÖPNV-Boom: 11,5 Milliarden Fahrgäste nutzen Busse und Bahnen in Deutschland
ÖPNV-Boom: 11,5 Milliarden Fahrgäste nutzen Bus und Bahn

ÖPNV-Boom: 11,5 Milliarden Fahrgäste nutzen Busse und Bahnen in Deutschland

Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen insgesamt 11,5 Milliarden Fahrgäste in Busse und Bahnen des Linienverkehrs ein. Dies markiert eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als noch 11,4 Milliarden Gäste gezählt wurden.

Fernverkehr verzeichnet deutliches Wachstum

Der Zuwachs ist ausschließlich auf den Linien-Fernverkehr zurückzuführen, der mit 157 Millionen Fahrgästen um drei Prozent zulegte. Experten vermuten, dass ein Eisenbahnerstreik aus dem Jahr 2024 sowie neu aufgenommene Verkehrsanbieter zu diesem Anstieg beigetragen haben könnten. Allerdings fehlen in der Statistik noch detaillierte Informationen zur Nutzung der zahlreichen Deutschlandtickets, was die Gesamtbewertung erschwert.

Der zahlenmäßig eher unbedeutende Linienverkehr mit Fernbussen verzeichnete ebenfalls ein beachtliches Wachstum. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Fahrgäste um 6 Prozent auf 11 Millionen, was auf eine zunehmende Beliebtheit dieser flexiblen Reisemöglichkeit hindeutet.

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Busse bleiben das Rückgrat des Nahverkehrs

Die große Masse des Angebots und auch der Nutzerinnen und Nutzer entfiel auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit 11,3 Milliarden Fahrgästen. Hier zeigte sich erneut, dass Busse mit 5,3 Milliarden Passagieren das wichtigste Verkehrsmittel sind. Sie liegen deutlich vor den Straßenbahnen, die mit 3,9 Milliarden Gästen den zweiten Platz belegen.

Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle, die Busse im deutschen Nahverkehrssystem spielen. Trotz des allgemeinen Trends zur Digitalisierung und alternativen Mobilitätsformen bleibt der ÖPNV eine unverzichtbare Säule der urbanen und ländlichen Infrastruktur.

Die kontinuierlich hohen Nutzerzahlen deuten darauf hin, dass viele Menschen in Deutschland weiterhin auf öffentliche Verkehrsmittel setzen, sei es aus ökologischen Gründen, aufgrund von Kostenvorteilen oder aus praktischen Erwägungen. Die leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr könnte auch ein Indiz für eine langsame Erholung nach den pandemiebedingten Einbrüchen sein.

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