Rasender Roland auf Rügen: Pachtvertrag bis 2050 sichert Dampfzug-Zukunft
Rasender Roland: Pachtvertrag bis 2050 unterzeichnet

Rasender Roland auf Rügen: Pachtvertrag bis 2050 sichert Dampfzug-Zukunft

Die legendäre Dampflokomotive „Rasender Roland“ wird auch in den kommenden Jahrzehnten über die Insel Rügen schnaufen, dampfen und zischen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen und die sächsische Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn haben jetzt einen wegweisenden neuen Pachtvertrag für die historische Schmalspurbahn unterzeichnet. Dieser tritt am 1. Juli 2028 offiziell in Kraft und läuft bis spätestens 31. Dezember 2050.

Grundlage für Millioneninvestitionen in die Strecke

Mit diesem langfristigen Vertragsabschluss werden laut Landkreisverwaltung entscheidende Zukunftsprojekte erst möglich. Im Zentrum steht dabei die geplante umfassende Sanierung der beliebten Streckenabschnitte zwischen Putbus und Sellin-Ost in den nächsten Jahren. Für dieses Vorhaben ist ein beeindruckendes Investitionsvolumen von rund 24 Millionen Euro vorgesehen.

Knapp 20 Kilometer Schieneninfrastruktur sollen dabei komplett erneuert werden. Der Pachtvertrag bildet die rechtliche und operative Grundlage für die Nutzung und den Betrieb der gesamten Eisenbahninfrastruktur zwischen Putbus und Göhren. Dazu gehören neben den Gleisanlagen selbst auch alle zugehörigen technischen Anlagen und Grundstücke entlang der Route.

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Historische Dampfbahn als touristisches Highlight

Der „Rasende Roland“ stellt eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn auf Deutschlands größter Insel in Mecklenburg-Vorpommern dar. Als fester Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs verkehrt die nostalgische Kleinbahn täglich auf der ungewöhnlichen Spurweite von 750 Millimetern. Die Route führt von Putbus über die bekannten Ostseebäder Binz, Sellin und Baabe bis nach Göhren.

An etwa 180 Tagen im Jahr startet der Zug zusätzlich von Lauterbach Mole aus seine Fahrt. Seit dem Jahr 1895 dampft die Eisenbahn mit einer gemächlichen Geschwindigkeit von ungefähr 30 Kilometern pro Stunde über die malerische Insel Rügen und verbindet dabei die berühmten Seebäder miteinander. Für unzählige Rügen-Urlauber gehört eine Fahrt mit dem „Rasenden Roland“ zu den absoluten Pflichtprogrammpunkten ihres Inselaufenthalts.

Sicherung als technisches Denkmal

Betreiber der traditionsreichen Bahn ist seit dem Jahr 2008 die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mit Sitz in Jöhstadt in Sachsen. Durch die nun erfolgte Vertragsunterzeichnung wird der Weg für die dauerhafte Sicherung des Dampfzugbetriebs als wertvolles technisches Denkmal geebnet. Damit bleibt ein bedeutendes Stück deutscher Verkehrsgeschichte und ein einzigartiges touristisches Erlebnis für Generationen erhalten.

Die Verlängerung des Pachtverhältnisses bis ins Jahr 2050 garantiert Planungssicherheit für umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen und gewährleistet den Fortbestand dieses besonderen Verkehrsmittels. Der „Rasende Roland“ kann somit weiterhin als lebendiges Museum auf Schienen durch die reizvolle Landschaft Rügens dampfen und Besucher aus aller Welt begeistern.

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