Verkehrskollaps in der Hansestadt: Warnstreik stoppt alle RSAG-Verkehre
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord hat für Montag, den 9. März 2026, einen ganztägigen Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ausgerufen. Dieser massive Arbeitskampf wird den kompletten öffentlichen Personennahverkehr der Hansestadt Rostock zum Erliegen bringen und zahlreiche Pendler sowie Touristen vor erhebliche Mobilitätsprobleme stellen.
Streikbeginn in den frühen Morgenstunden
Laut offiziellen Angaben der RSAG soll der Arbeitskampf bereits in den frühen Morgenstunden um 3 Uhr beginnen und bis zum regulären Dienstende andauern. Alle Buslinien, Straßenbahnverbindungen sowie die wichtige Fährverbindung zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof werden für die gesamte Dauer des Streiktages vollständig ausfallen. Lediglich die sogenannten Schwimmverkehre, also spezielle Busfahrten für Schulklassen zu Schwimmhallen, finden planmäßig statt.
Parallele Tarifverhandlungen unter Hochdruck
Besonders brisant ist der Zeitpunkt des Streiks: Parallel zu den Arbeitsniederlegungen finden im Hause der RSAG die entscheidenden Tarifverhandlungen in der vierten Verhandlungsrunde statt. Verhandlungsführer Sascha Bähring von ver.di Nord macht deutlich: „Wir erwarten einen großen Schritt der Arbeitgeber auf uns zu, damit wir diese Tarifverhandlungen endlich zu einem Abschluss bringen können.“ Sollte während der Verhandlungen tatsächlich eine Einigung erzielt werden, könnte der Warnstreik umgehend beendet werden.
Kundenzentren mit eingeschränktem Betrieb
Für betroffene Fahrgäfte gelten besondere Regelungen: Während das RSAG-Kundenzentrum in der Langen Straße regulär geöffnet bleibt, wird das Zentrum im Stadtteil Lütten Klein geschlossen bleiben. Frank Schischefsky, Sprecher von ver.di Nord, betont die Bedeutung des Streiks als Druckmittel: „Nachdem die RSAG-Beschäftigten in der vorherigen Streikrunde noch nicht beteiligt waren, ist dieser Schritt nun notwendig, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.“
Ausnahmen im regionalen Verkehr
Nicht vom Arbeitskampf betroffen sind folgende Verkehrsmittel:
- S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn
- Buslinien des Unternehmens rebus
- Die Fährverbindung zwischen Warnemünde und Hohe Düne der Weißen Flotte GmbH
Informationen für betroffene Fahrgäste
RSAG-Sprecherin Beate Langner rät allen betroffenen Bürgern, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Die wichtigsten Informationsquellen sind die offizielle RSAG-Homepage sowie das Servicetelefon unter 0381/802 1900. Die Gewerkschaft ver.di betont, dass dieser Warnstreik notwendig sei, um in den stagnierenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband endlich Bewegung zu erreichen.



