Berlin – Wer bei Ryanair bislang auf den letzten Drücker zum Schalter hetzt, muss sich schon bald umstellen. Denn der irische Billigflieger verschärft seine Check-in- und Gepäckaufgabe-Fristen. Ab Dienstag, 10. November, schließen Check-in und Gepäckaufgabe an den Flughäfen bereits 60 Minuten vor Abflug – bisher waren es 40 Minuten.
Mehr Zeit für Sicherheitskontrollen
Ziel der neuen Regel ist es, Passagieren mehr Zeit für Sicherheits- und Passkontrollen zu geben. Dadurch sollen sie seltener ihren Flug verpassen, weil sie in langen Warteschlangen feststecken. Konkret bedeutet das: Wer einen Koffer aufgibt, muss künftig eine Stunde vor der planmäßigen Abflugzeit fertig sein. Danach ist keine Gepäckabgabe mehr möglich. Besonders an stark frequentierten Flughäfen waren die Schlangen an den Sicherheitskontrollen oft so lang, dass 40 Minuten nicht ausreichten, um rechtzeitig am Gate zu sein.
Self-Service-Automaten als Lösung
Die Maßnahme ist Teil einer größeren Umstellung. Ryanair führt verstärkt Self-Service-Gepäckaufgabeautomaten ein. Bis Oktober sollen mehr als 95 Prozent der Flughäfen im Streckennetz damit ausgestattet sein. Die Automaten sind vollständig in die Ryanair-App integriert. Passagiere können ihr Gepäck selbst einchecken und Gepäckanhänger ausdrucken. Dadurch soll die Abgabe schneller gehen und die Wartezeit sinken.
Betroffene Passagiere
Betroffen von der neuen 60-Minuten-Regel sind laut Airline rund 20 Prozent der Ryanair-Passagiere, die überhaupt Gepäck aufgeben. Sie bekommen durch die frühere Schließung mehr Puffer für Kontrollen und den Weg zum Gate. Die übrigen 80 Prozent der Passagiere reisen nur mit Handgepäck. Aber auch sie müssen sich spätestens 60 Minuten vor Abflug ihre Bordkarte heruntergeladen haben, sonst kommen sie nicht durch die Sicherheitskontrolle.
Ryanair befördert jährlich über 200 Millionen Passagiere. Die neue Regelung soll dazu beitragen, den Ablauf effizienter zu gestalten und Verspätungen zu vermeiden.



