Ermittlungen zu mutmaßlichem Prostitutionsring in Mailänder Partyszene
Die Staatsanwaltschaft in Mailand hat umfangreiche Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Prostitutionsring in der lokalen Partyszene aufgenommen. Im Zentrum der Untersuchungen steht eine Liste mit Dutzenden Namen von Profifußballern, die als sogenannte Schlüsselwörter in einem Durchsuchungsbefehl der Ermittler auftauchen. Gegen die Spieler selbst – darunter bekannte Serie-A-Profis aus Italien und anderen Ländern – wird nach aktuellem Stand jedoch nicht ermittelt.
Vier Beschuldigte unter Hausarrest
Im Fokus der Ermittlungen stehen vier Beschuldigte, die seit Montag unter Hausarrest stehen. Den vieren wird vorgeworfen, über eine Eventagentur ein System organisiert zu haben, bei dem Frauen – darunter professionelle Escorts – für Veranstaltungen rekrutiert und besonders wohlhabenden Kunden auch für sexuelle Dienstleistungen vermittelt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat zudem Vermögenswerte in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro sichergestellt.
Die Ermittlungen richten sich unter anderem auf den Verdacht der Förderung und Ausbeutung der Prostitution sowie der Geldwäsche. Die Behörden werten derzeit beschlagnahmte Telefone und Datenträger aus und befragen Zeuginnen, um Umfang und Struktur des mutmaßlichen Netzwerks zu klären.
Untersuchung zu sexuellen Dienstleistungen und Lachgaskonsum
Dabei soll auch untersucht werden, ob Teilnehmer der Veranstaltungen kostenpflichtige sexuelle Dienstleistungen in Anspruch genommen haben. Medienberichten zufolge soll bei einzelnen Treffen auch Lachgas konsumiert worden sein. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, während die Liste der Fußballer weiterhin im Fokus der Untersuchungen bleibt, obwohl gegen die Spieler selbst keine Ermittlungen eingeleitet wurden.



