Das Naherholungsgebiet Hainholz mit seinem Waldschwimmbad zählt zu den wichtigsten Freizeitangeboten der Stadt Pritzwalk. Nun rückt die dringend notwendige Sanierung der Einrichtung in greifbare Nähe. Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt hat einstimmig empfohlen, die Modernisierung mit Mitteln aus dem Sondervermögen des Bundes umzusetzen.
1,35 Millionen Euro eingeplant
Für die Sanierung sind 1,35 Millionen Euro vorgesehen. Die Notwendigkeit der Maßnahme war den Ausschussmitgliedern bewusst, sodass sie ohne große Diskussion für die Umsetzung votierten. Das Schwimmbad ist nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Schulen von großer Bedeutung. Es ermöglicht, den Schulschwimmunterricht weiterhin vor Ort anzubieten. Die Modernisierung ist im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) sowie im Mittelbereichsentwicklungskonzept Pritzwalk-Wittstock/Dosse verankert.
Senkung der Energiekosten im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung sind Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten und zur Steigerung der Klimaneutralität. Fördermittel aus dem Stadtumbau stehen nicht zur Verfügung, da das Schwimmbad außerhalb der Gebietskulisse liegt. Ein Antrag auf LEADER-Fördermittel wurde Anfang 2026 abgelehnt. Weitere Fördermöglichkeiten bestehen derzeit nicht oder sind aufgrund der Förderquote unattraktiv. Umso günstiger ist es, dass die Stadt auf das Sondervermögen zurückgreifen kann.
Bisherige Arbeiten und offene Punkte
In der Vergangenheit wurde bereits viel am Schwimmbad getan, wie die Verwaltung mitteilt. Dennoch gibt es weiterhin genug zu tun. Dazu gehört unter anderem die Wärme- und Energieversorgung, um dem Schulsport angenehmere Wassertemperaturen zu bieten. Auch der Kleinkinderbereich benötigt dringend eine Sanierung.
Neue Ideen nach LEADER-Ablehnung
Im Rahmen des LEADER-Antrags gab es bereits Planungen und Entwürfe. Da dieser Antrag jedoch abgelehnt wurde, bietet sich nun die Chance, völlig neue Ideen einzubringen und zu entwickeln. Was genau die Sanierung beinhalten wird, ist derzeit noch offen. Es wird nichts favorisiert; die Stadt ist für viele Ideen offen. Klar ist nur, dass die Möglichkeit zur ganzjährigen Nutzung, insbesondere für den Schulsport, einen besonderen Fokus erhalten soll.
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, die Sanierung mit den eingeplanten 1,35 Millionen Euro aus dem Sondervermögen in Angriff zu nehmen. Der Zeitrahmen steht jedoch noch nicht fest.



