Schüler-Eskalation in Bussen: PNVG-Chef warnt vor wachsendem Sicherheitsrisiko
Im Saalekreis spitzt sich ein ernstes Problem zu: Grundschüler verhalten sich in öffentlichen Bussen zunehmend undiszipliniert und gefährden damit die Sicherheit aller Fahrgäste. Enrico Kretzschmar, Geschäftsführer des kreiseigenen Busunternehmens PNVG, schlägt Alarm und beschreibt eine besorgniserregende Situation.
Lärm wie Düsenjets und Haltestangen als Turngeräte
Kretzschmar schildert eindringlich die Arbeitsbedingungen seiner Fahrer: „Haltestangen werden als Turngeräte missbraucht, Kinder rennen unkontrolliert durch den Bus, und der Lärmpegel erreicht manchmal das Niveau eines Düsenjets.“ Besonders betroffen sind Linien, die mittags Schulkinder befördern, da der Saalekreis über keine eigenen Schulbusse verfügt. Die Schüler nutzen reguläre Linien, doch ihr Verhalten eskaliert zunehmend.
Gefahren für Fahrer und Fahrgäste
Aus Sicht des PNVG und des Saalekreises wächst das Problem stetig. Kretzschmar warnt: „Das ist gefährlich“ – nicht nur für die Schüler selbst, sondern auch für die Busfahrer und andere Passagiere. Die Verhaltensregeln im Bus scheinen vielen Grundschülern nicht geläufig zu sein, was zu chaotischen und risikoreichen Situationen führt.
Suche nach Lösungen mit einer Grundschule
Gemeinsam mit einer betroffenen Grundschule sucht das PNVG nun nach praktikablen Lösungen. Im Raum stehen verschiedene Maßnahmen:
- Elternaufsichten: Möglicher Einsatz von Eltern, die während der Fahrten für Ordnung sorgen.
- Kameras: Installation von Überwachungstechnik zur Dokumentation und Abschreckung.
- Fahrverbote: Als letztes Mittel könnten Beförderungsverbote für auffällige Schüler verhängt werden.
Die Diskussion zeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten. Weitere Schritte werden in den kommenden Wochen erwartet.



