Oldtimer-Fahrt mit 54 km/h auf Autobahn: Senior verliert Führerschein nach riskantem Fahrverhalten
Ein unsicheres Fahrverhalten und ungewöhnlich geringes Tempo haben für einen 85-jährigen Autofahrer in den Niederlanden schwerwiegende Konsequenzen. Die Polizei entzog dem Senior nach einer auffälligen Fahrt auf der Autobahn vorläufig die Fahrerlaubnis. Nun prüfen die Behörden, ob der Mann weiterhin fahrtauglich ist.
Schlangenlinien und Standstreifenkontakt
Wie die Regionalzeitung „Eindhovens Dagblad“ berichtet, war der Senior am Montagnachmittag auf der A2 nahe Eindhoven unterwegs – mit lediglich 54 km/h. Ausschlaggebend war dabei nicht überhöhte, sondern deutlich zu geringe Geschwindigkeit in Kombination mit unsicherer Fahrweise. Nach Angaben der Polizei bewegte sich das Fahrzeug wiederholt in Schlangenlinien, zudem geriet es immer wieder mit zwei Rädern auf den Standstreifen.
Die Beamten beobachteten das Verhalten über mehrere Kilometer, bevor sie den Wagen in der Gemeinde Leende stoppten. Vor Ort entschieden die Einsatzkräfte, dem Mann die Fahrerlaubnis vorläufig zu entziehen. Sowohl das langsame Tempo auf der Autobahn als auch die auffällige Fahrzeugführung wurden als Risiko für den übrigen Verkehr eingestuft.
Kein Alkoholeinfluss – aber Fahrtauglichkeitsprüfung
Hinweise auf Alkoholeinfluss ergaben sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Stattdessen prüfen die Behörden nun, ob der 85-Jährige weiterhin fahrtauglich ist. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird darüber entscheiden, ob er seinen Führerschein zurückerhält. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Oldtimer, der laut vorliegenden Bildern vermutlich ein Ford-Modell aus der Vorkriegszeit ist.
Ob der Mann diesen weiterhin fahren darf, hängt ebenfalls von der Entscheidung zur Fahrerlaubnis ab. Die Behörden betonen, dass auch wenn es – etwa in Deutschland – keine festgelegte Mindestgeschwindigkeit auf Autobahnen gibt, Fahrzeuge dort nur unterwegs sein dürfen, wenn sie bauartbedingt mindestens 60 km/h erreichen können.
Verkehrsfluss darf nicht behindert werden
Zudem ist es untersagt, ohne triftigen Grund so langsam zu fahren, dass der Verkehrsfluss behindert wird. In solchen Fällen drohen Verwarnungen oder eine Mithaftung bei Unfällen. Der Fall des niederländischen Seniors zeigt deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht nur von der Geschwindigkeit, sondern auch von der Fahrweise abhängt.
Alt ist nicht gleich alt: Viele Senioren fahren gut Auto, doch bei unsicherem Verhalten müssen die Behörden eingreifen, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Die nun anstehende Fahrtauglichkeitsprüfung wird zeigen, ob der 85-Jährige künftig wieder hinter dem Steuer sitzen darf.



