Solingen: Schienenersatzbus in Sackgasse festgefahren – seit über zwölf Stunden blockiert
Ein Gelenkbus, der im Auftrag der Deutschen Bahn als Schienenersatzverkehr unterwegs war, hat sich in Solingen in einer Sackgasse festgefahren. Das Fahrzeug sitzt dort seit mehr als zwölf Stunden fest, nachdem der Fahrer am späten Dienstagabend falsch abgebogen war. Die Situation ist buchstäblich verfahren, und mehrere Abschleppversuche mit verschiedenen Fahrzeugen brachten am Vormittag keine wesentlichen Fortschritte.
Verkehrschaos in der Kohlfurth
Der Bus landete gegen Mitternacht in der kleinen Straße Kohlfurth, die als Sackgasse endet und neben der größeren Kohlfurther Straße liegt. Bei dem missglückten Fahrmanöver touchierte der Bus ein Haus und beschädigte es leicht. Nur der Fahrer war an Bord, und niemand wurde verletzt. Allerdings können Anwohner wegen des blockierenden Busses nicht mehr mit ihren Autos die Straße verlassen, was zu erheblichen Unannehmlichkeiten führt.
Abschleppversuche scheitern wiederholt
Die Abschleppversuche gestalteten sich äußerst schwierig. Zwischenzeitlich drohte das Vorderteil des Busses, eine Böschung hinabzukippen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete. Die Polizei bestätigte, dass der Fahrer falsch abgebogen sei, und die Situation bleibt unverändert. Medien wie der WDR, die Rheinische Post und das Solinger Tageblatt haben über die missratene Dienstfahrt berichtet.
Hintergrund: Bahnstrecke gesperrt
Die Deutsche Bahn hat die wichtige Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen wegen umfangreicher Bauarbeiten für gut fünf Monate gesperrt. Fernzüge werden bis Juli umgeleitet, und Pendler müssen auf rund einem Dutzend Linien im Regionalverkehr auf Ersatzbusse umsteigen, was deutlich mehr Reisezeit erfordert. Dieser Vorfall unterstreicht die Herausforderungen im Schienenersatzverkehr während der Bauphase.
Die Behörden arbeiten weiterhin an einer Lösung, um den Bus zu bergen und die Straße wieder freizugeben. Bis dahin bleibt die Kohlfurth für den Verkehr blockiert, und die Anwohner müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen.



