Graffiti-Sprayer legen Bahnverkehr vor Pasing lahm: ICEs und S-Bahnen mit massiven Verspätungen
Sprayer stoppen ICEs vor Pasing: Stundenlange Verspätungen

Graffiti-Sprayer legen Bahnverkehr vor Pasing komplett lahm

Ein ungewöhnlicher Vorfall hat am Montagnachmittag den Bahnverkehr im Münchner Westen massiv gestört. Gegen 17 Uhr wurden Graffiti-Sprayer im Gleisbett bei Mammendorf vor Pasing entdeckt, woraufhin sofort die Bundespolizei alarmiert wurde. Die Beamten nahmen die Fahndung auf, doch der Zugverkehr kam in dieser Zeit völlig zum Erliegen.

Hunderte Fahrgäste sitzen in ICEs und S-Bahnen fest

Die Folgen für die Reisenden waren erheblich. Hunderte Fahrgäste steckten in Fernzügen und S-Bahnen vor Pasing fest, ohne sich fortbewegen zu können. In den betroffenen ICEs wurden Ansagen durchgegeben, die von bis zu zwei Stunden Verspätung sprachen. Ein Reporter der AZ befand sich in einem dieser Züge und berichtete direkt von der Situation.

Interessant ist dabei, dass die Sprayer nicht wie oft üblich unter dem Schutz von Nacht und Nebel agierten, sondern bereits am späten Nachmittag aktiv wurden. Dies zeigt eine gewisse Dreistigkeit der Täter, die offenbar nicht bis zur Dämmerung warten wollten.

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Verkehr läuft wieder an – Täter auf der Flucht

Zum Glück für die gestrandeten Passagiere erwies sich die Prognose der zweistündigen Verspätung als etwas überzogen. Gegen 18.10 Uhr meldete die Bundespolizei gegenüber der AZ, dass der Verkehr von Fernzügen und S-Bahnen wieder anlaufen konnte. Die Züge setzten sich langsam in Bewegung, und die Reisenden konnten ihre Fahrt fortsetzen.

Allerdings konnten die gesichteten Sprayer nicht gefasst werden. Sie sind über alle Berge, wie es im Volksmund heißt, und die Fahndung läuft weiter. Die Bundespolizei sucht nach den Tätern, die durch ihre Aktion nicht nur erhebliche Verkehrsbehinderungen verursacht, sondern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt haben.

Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Anfälligkeit des Bahnverkehrs für Störungen durch externe Einflüsse. Während Graffiti oft als Kavaliersdelikt abgetan wird, zeigen solche Vorkommnisse, dass sie reale und schwerwiegende Konsequenzen für die Infrastruktur und tausende Reisende haben können.

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