Spritpreise sinken weiter: Leichte Entlastung für Autofahrer nach 12 Uhr
Kurzes Aufatmen an den Tankstellen: Am Freitag zeigen die Spritpreise nach 12 Uhr eine leichte Entlastung im Vergleich zum Vortag. Aktuell kostet Super etwa 2,22 Euro pro Liter, Super E10 liegt bei 2,17 Euro und Diesel bei 2,38 Euro. Damit sind die Preise knapp unter dem Niveau vom Donnerstag zur gleichen Zeit gefallen.
Preisentwicklung im Detail
Am 9. April lagen die Preise nach 12 Uhr noch bei rund 2,23 Euro für Super, 2,17 Euro für E10 und 2,40 Euro für Diesel. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 1 Cent bei Super, während E10 unverändert blieb. Beim Diesel ist der Unterschied mit ungefähr 2 Cent etwas deutlicher ausgeprägt.
Interessant ist die Bewegung rund um die Mittagszeit: Noch kurz vor 12 Uhr, um 11.50 Uhr, kostete Super 2,13 Euro, E10 2,08 Euro und Diesel 2,29 Euro. Nach 12 Uhr ziehen die Preise dann wie gewohnt an – teils um bis zu 9 Cent pro Liter. Für Autofahrer bleibt das Tanken damit eine Frage des Timings: Wer kurz vor Mittag an die Zapfsäule fährt, kann spürbar sparen.
Einfluss des Ölmarktes und politischer Druck
Ein Blick auf den Ölmarkt offenbart eine widersprüchliche Lage: Nach der Waffenruhe im Nahen Osten war der Ölpreis zunächst deutlich gefallen, was für Entlastung an den Tankstellen sorgte. Allerdings gilt die Situation weiter als fragil, und es zeigt sich bereits wieder eine leichte Gegenbewegung. Für Autofahrer bedeutet dies, dass die Entwicklung unsicher bleibt. Hinzu kommt ein bekanntes Muster: Steigende Preise werden oft schneller weitergegeben als sinkende, sodass Entlastungen meist nur verzögert an den Tankstellen ankommen.
Die hohen Preise sorgen politisch für wachsenden Druck. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) hat für Freitag zu einem Energiepreis-Gipfel eingeladen. Diskutiert werden unter anderem eine Mobilitätsprämie für Bürger, eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne sowie ein möglicher Preisdeckel für Sprit.
Aus der Wirtschaft kommen zusätzliche Forderungen. Der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik verlangt eine Senkung der Mineralölsteuer, da Deutschland wegen hoher Abgaben zu den teuersten Ländern in der EU gehöre. Die Folgen spüren auch Verbraucher: Durch die gestiegenen Treibstoffkosten verteuern sich Transporte aktuell um rund 12 bis 13 Prozent – und das kommt am Ende auch bei den Verbrauchern an.



