Stauprognose für das Wochenende: Entspannte Lage mit Baustellenrisiko
Stauprognose: Entspannte Lage mit Baustellenrisiko

Stauprognose für das Wochenende: Gemischte Aussichten auf den Autobahnen

Die Stauprognosen für die Autobahnen am kommenden Wochenende vom 6. bis 8. März bieten eigentlich gute Aussichten. Der ADAC sagt nur "mäßigen Reiseverkehr" voraus und beschreibt die Verkehrslage insgesamt als "noch relativ entspannt". Auch der Auto Club Europa (ACE) erwartet "kaum Beeinträchtigungen".

Baustellen und lokale Verzögerungen als Herausforderungen

Doch mit dem Wörtchen "eigentlich" ist es immer so eine Sache. Klassische Feierabendstaus am Freitagnachmittag, eine steigende Anzahl von Baustellen und mögliche Streiks im öffentlichen Nahverkehr können dafür sorgen, dass es mancherorts doch länger dauert. Die Anzahl der Baustellen auf den Autobahnen nimmt wieder spürbar zu. Der ADAC zählt aktuell rund 830 Baustellen, in der Vorwoche waren es knapp 150 weniger.

Insbesondere Vollsperrungen auf Abschnitten der A 1 und der A 3 können zu Verzögerungen führen. Sollte es zu weiteren Streiks im ÖPNV kommen, rechnet der ADAC mit "deutlich mehr Verkehr und Staus" auf den Straßen.

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Verkehrsschwerpunkte und betroffene Autobahnen

Obwohl die winterliche Urlaubshauptsaison ihren Höhepunkt überschritten hat, fahren noch Urlauber in die Alpen oder Mittelgebirge. Dies führt zu einer "leichten Zunahme" der Staugefahr im Vergleich zur Vorwoche, so der ADAC. Verzögerungen sind vor allem auf den Zufahrtsstraßen in diese Gebiete zu erwarten, insbesondere am Freitagnachmittag und Samstagvormittag.

Die Küsten von Nord- und Ostsee werden ebenfalls häufig angesteuert. Der ACE erwartet am Samstag leichte Verzögerungen auf den entsprechenden Strecken und am Sonntag in der Gegenrichtung. Im Großraum Hamburg könnte es aufgrund der dort noch andauernden Frühlingsferien etwas quirliger werden, während der Berufsverkehr möglicherweise geringer ausfällt.

ADAC und ACE nennen folgende Autobahnen als Schwerpunkte für mehr Verkehr und Staus, oft in beiden Richtungen:

  • A 1: Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck
  • A 2: Berlin – Hannover – Dortmund – Oberhausen
  • A 3: Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen – Arnheim
  • A 4: Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Dresden – Görlitz
  • A 5: Basel – Karlsruhe und Frankfurt/Main – Kassel
  • A 6: Heilbronn – Nürnberg
  • A 7: Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg und Hannover – Hamburg – Flensburg
  • A 8: Salzburg – München – Ulm – Stuttgart – Karlsruhe
  • A 9: Halle/Leipzig – Nürnberg – München
  • A 10: Berliner Ring
  • A 12: Berliner Ring – Frankfurt/Oder
  • A 45: Aschaffenburg – Gießen – Dortmund
  • A 59: Düsseldorf – Köln – Bonn
  • A 61: Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
  • A 81: Stuttgart – Heilbronn
  • A 93: Kiefersfelden – Rosenheim
  • A 95: München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99: Autobahnring München

Situation in Österreich und der Schweiz

In Österreich füllen vor allem Wintersportler die Transitrouten, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Staus sind möglich, doch laut ADAC ist nicht mehr mit so großen Zeitverlusten wie an den Vorwochenenden zu rechnen. Das höchste Verkehrsaufkommen wird für Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden erwartet.

Schwerpunkte in Österreich sind die West-, Tauern-, Inntal-, Brenner- und Rheintalautobahn, die Fernpass-Route, die Arlberg-Schnellstraße sowie Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen. Probleme drohen weiterhin durch Baustellen, etwa auf der Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Auf dem Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

In der Schweiz rechnet der ACE mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag nur mit einem moderaten Verkehrsaufkommen. Der ADAC nennt als Schwerpunkte die Gotthard- und San-Bernardino-Route sowie Zufahrtsstraßen zu Skigebieten in Graubünden, dem Berner Oberland, dem Wallis und der Zentralschweiz. Auch die Route Basel – Zürich – Chur ist staugefährdet.

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Grenzkontrollen und Reiseinformationen

Seit dem Frühjahr 2025 wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Laut ADAC sollen Pendel- und Reiseverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden, da die Kontrollen stichprobenartig erfolgen. Dennoch kann es an Übergängen wie Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) zu Wartezeiten kommen.

Aktuelle Reisezeiten in Echtzeit für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes sind auf der Website der Asfinag verfügbar. Der ADAC stellt online weitere Informationen zur Sanierung der Lueg-Brücke auf der Brennerautobahn bereit.