Tödlicher Unfall an unbeschranktem Bahnübergang in Alpen: 18-Jähriger von Zug erfasst
Am Donnerstagabend, dem 12. Februar 2026, ereignete sich in Alpen im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Gegen 18:15 Uhr wurde ein Kleintransporter an einem unbeschrankten Bahnübergang an der Straße „Jägerruh“ von einem Regionalzug der Linie „Der Niederrheiner“ erfasst.
Kollision mit voller Wucht
Laut Polizeiangaben näherte sich der Regionalexpress RB 31 der RheinRuhrBahn, als der 18-jährige Fahrer des Kleintransporters den Bahnübergang überqueren wollte. Der Triebfahrzeugführer konnte die Kollision nicht mehr verhindern. Der Zug rammte den Transporter mit voller Wucht und schleuderte ihn mehrere Meter weit in ein angrenzendes Feld.
Notärzte konnten den jungen Mann nicht mehr retten, er verstarb noch an der Unfallstelle. Ob der Fahrer die Haltesignale missachtet hatte, ist nach aktuellen Ermittlungen noch unklar. Die Polizei betont, dass die genauen Umstände des Unfallhergangs weiter untersucht werden.
Evakuierung der Fahrgäste
Die 19 Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Zug befanden, wurden umgehend evakuiert und in andere Fahrzeuge umgesetzt. Nach ersten Erkenntnissen blieben sie unverletzt. Allerdings erlitt eine Zugbegleiterin bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen.
Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Duisburg und Xanten wurde vorübergehend unterbrochen, während Rettungskräfte und Ermittler vor Ort waren. Die Aufräumarbeiten und technischen Untersuchungen dauerten mehrere Stunden an.
Hintergrund und Sicherheitsdebatte
Unbeschrankte Bahnübergänge wie der an der Straße „Jägerruh“ stehen immer wieder im Fokus von Sicherheitsdiskussionen. Im Gegensatz zu beschrankten Übergängen fehlen hier physische Barrieren, die das Überqueren der Gleise bei herannahenden Zügen verhindern. Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass solche Stellen besondere Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer erfordern.
Die Polizei im Kreis Wesel ermittelt weiter zu den genauen Ursachen des Unfalls. Zeugen werden gebeten, sich bei den Behörden zu melden, um zur Aufklärung beizutragen. Dieser tragische Vorfall unterstreicht erneut die Gefahren, die von unbeschrankten Bahnübergängen ausgehen können.



