Das Frühstück gilt als wichtigste Mahlzeit des Tages, doch viele lassen es aus oder essen zur falschen Zeit. Ein Experte aus der britischen Zeitung „The Telegraph“ – ein Mediziner, eine Ernährungswissenschaftlerin und ein Personal Trainer – erklären, wie Sie Ihr Frühstück perfekt auf Ihren persönlichen Rhythmus abstimmen können.
Frühaufsteher: Frühstücken zwischen 6.30 und 7.30 Uhr
Wer morgens um 6 Uhr hellwach ist, sollte die Energie nutzen. Essen Sie zwischen 6.30 und 7.30 Uhr, um dem Körper frühzeitig Energie zu liefern. Wer einen langen Tag vor sich hat, wartet etwa eineinhalb Stunden nach dem Aufstehen, bevor er isst. Das hilft, bis zum Mittag satt zu bleiben und sicherzustellen, dass das Abendessen vom Vortag vollständig verdaut ist.
Spätstarter: Erst essen, dann Kaffee trinken
Menschen, die morgens schwer in Gang kommen, greifen oft zu einem großen Kaffee. Das kann jedoch den Cortisolspiegel stark ansteigen lassen und zusätzlichen Stress auslösen. Die bessere Reihenfolge: Erst essen, dann Kaffee trinken. So wird das Koffein langsamer freigesetzt und wirkt länger. Vermeiden Sie Zucker, denn wer sich morgens benommen fühlt, profitiert von einem herzhaften Frühstück, um Leistungstiefs zu vermeiden.
Heißhungriger: Nur ein Fünftel der Kalorien
Manche wachen mit großem Hunger auf – ein gutes Zeichen, da der Tagesrhythmus mit dem Darm synchron ist. Aber Vorsicht: Das Frühstück sollte nur etwa ein Fünftel der täglichen Kalorien ausmachen. Vollwertige Lebensmittel helfen, den Blutzucker stabil zu halten und eine gleichmäßige Energiezufuhr zu gewährleisten.
Frühstücksverweigerer: Eine Kleinigkeit essen
Andere haben bis in den Nachmittag keinen Hunger. Dennoch sollten sie eine Kleinigkeit zu sich nehmen, da das Essen die Insulinausschüttung anregt und das gesamte System stabilisiert – besonders wichtig für Frauen. Eine Handvoll Nüsse und ein paar Beeren genügen. Müsliriegel sind tabu.
Sportbegeisterter: Vor dem Training leicht essen
Wer vor der Arbeit trainiert, braucht einen klaren Plan. Für lockeres Ausdauertraining empfiehlt sich vorher etwas Leichtes mit Kohlenhydraten, etwa eine Banane mit Erdnussbutter, danach ein reichhaltiges Frühstück. Bei intensivem Krafttraining ist vorab etwas Fett und Eiweiß sinnvoll, danach mehr Eiweiß. Wer das Frühstück auslässt, schadet seiner Trainingsleistung und senkt den Kalorienverbrauch über den Tag.
Bürohocker: Vom Schreibtisch wegessen
Alle, die den Tag vorwiegend sitzend verbringen, sollten zum Frühstück bewusst vom Schreibtisch aufstehen, sonst droht gedankenloses Scrollen und übermäßiges Essen. Passen Sie die Frühstücksmenge an: leichter bei üppigem Abendessen, kräftiger bei spätem Mittagessen. Planung hilft!



