Tragödie auf französischem Bahnübergang: TGV kollidiert mit Armee-Lastwagen
In Nordfrankreich hat sich ein schwerer Unfall mit einem TGV-Schnellzug ereignet. Der Hochgeschwindigkeitszug krachte auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines zwischen Béthune und Lens mit einem Lastwagen zusammen, der Anhänger mit Armeefahrzeugen transportierte. Der Zusammenstoß führte zur Entgleisung des Zuges und forderte ein Todesopfer.
Lokführer verstorben – Dutzende Reisende verletzt
Der Lokführer des TGV erlag seinen Verletzungen. Nach aktuellen Angaben wurden insgesamt 27 Reisende bei dem Unglück verletzt. An Bord des Zuges befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls mehrere hundert Passagiere. Der Unfall ereignete sich abseits des eigentlichen Hochgeschwindigkeitsnetzes, wo der TGV nur mit der Geschwindigkeit eines normalen Zuges unterwegs war.
Triebkopf schwer beschädigt und aus den Gleisen gesprungen
Bilder eines Bahngewerkschafters zeigen den stark beschädigten Triebkopf des TGV, der durch die Wucht des Aufpralls aus den Schienen gesprungen ist. Der Gewerkschafter wies darauf hin, dass bereits eine Woche zuvor ein Schwertransport für die Armee auf einem Bahnübergang stecken geblieben war. Dies wirft Fragen zur Sicherheit solcher Transporte auf.
Politiker kündigen Besuch am Unfallort an
Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot hat seinen Besuch am Unfallort in Nœux-les-Mines angekündigt. Gemeinsam mit Bahnchef Jean Castex will er sich vor Ort ein Bild von der Situation machen. Die genaue Unfallursache wird derzeit von den Behörden untersucht.
Der schwer beschädigte TGV wurde nach dem Zusammenstoß aus dem Verkehr gezogen. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die verletzten Reisenden zu versorgen und den Unfallort zu sichern. Der Bahnverkehr in der Region wurde vorübergehend eingestellt.



