Tornado verwüstet US-Stadt Enid und trifft Air-Force-Basis
Tornado verwüstet US-Stadt Enid und Air-Force-Basis

Ein gewaltiger Tornado hat am Donnerstag die Stadt Enid im US-Bundesstaat Oklahoma verwüstet und dabei auch die nahe gelegene Vance Air Force Base getroffen. Der Sturm überraschte die Bevölkerung während des Berufsverkehrs und hinterließ eine Schneise der Zerstörung. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf rund 100 Millionen US-Dollar.

Sturm der Stärke EF-3

Gegen Nachmittag heulten die Warnsirenen in Enid, einer Stadt im Garfield County. Nur wenige Minuten später brach der Tornado über die Stadt herein. Meteorologen stufen den Wirbelsturm als EF-3 ein, was Windgeschwindigkeiten von über 225 Kilometern pro Stunde entspricht. Augenzeugen berichteten, dass die dunkle Windhose plötzlich am Horizont auftauchte und mit enormer Wucht durch die Stadt fegte. Tausende Bewohner suchten Schutz in ihren Kellern oder speziellen Schutzkammern.

Schäden in Wohnvierteln und auf der Air-Force-Basis

Die Verwüstung ist gewaltig: Rund 40 Häuser wurden beschädigt oder komplett zerstört, ganze Wohnviertel im Westen der Stadt liegen in Trümmern. Dächer wurden abgedeckt, Strommasten umgeknickt und Leitungen zerrissen. Etwa 15.000 Haushalte sind ohne Strom. Auch die Vance Air Force Base südlich von Enid blieb nicht verschont. Der Tornado traf Hangars, beschädigte Zäune und Einrichtungen. Hunderte Menschen haben ihr Zuhause verloren.

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Glück im Unglück: Keine Todesopfer

Trotz der massiven Zerstörung gab es keine Todesopfer. Dutzende Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert, die meisten durch herumfliegende Trümmer. Bürgermeister David Mason lobte den Zusammenhalt der Gemeinde: „Lokale Unternehmen stellen Geräte und Arbeitskräfte zur Verfügung, Bewohner öffnen ihre Türen, Hilfsgüter treffen bereits ein.“ Die Aufräumarbeiten haben am Freitag begonnen.

Wetterwarnung für die kommenden Tage

Die Lage bleibt angespannt. Meteorologen warnen vor weiteren Tornados in der Region in den nächsten Tagen. Enid liegt in den Great Plains, der Kornkammer der USA, und mitten in der berüchtigten „Tornado Alley“, wo solche Stürme häufig auftreten. Die Bewohner sind aufgerufen, wachsam zu bleiben und die Wetterwarnungen zu verfolgen.

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