TÜV-Experte verrät effektive Strategien gegen hohe Spritkosten an Ostern
Mit der bevorstehenden Osterreisewelle und den aktuell hohen Kraftstoffpreisen sucht so mancher Autofahrer nach Möglichkeiten, die Kosten im Griff zu behalten. Tobias Schwarz, Leiter der TÜV-Station in Neubrandenburg, hat dazu eine Reihe praktischer und technischer Empfehlungen parat, die nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch die Sicherheit erhöhen.
Gewichtsreduzierung und aerodynamische Optimierung
„Jedes Kilo zählt“, betont Tobias Schwarz mit Nachdruck. Der Experte bezieht sich dabei keineswegs auf das Körpergewicht, sondern auf das Gepäck im Fahrzeug. „Bereits 100 Kilogramm zusätzliches Gewicht können den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer steigern“, rechnet Schwarz vor. Besonders kritisch sind außen angebrachte Lasten wie Dachgepäckträger, die den Luftwiderstand erheblich erhöhen und damit den Spritverbrauch in die Höhe treiben.
Um das Fahrzeuggewicht zu minimieren, rät der TÜV-Leiter:
- Schwere Vorräte wie Konserven oder Getränke in Glasflaschen besser am Reiseziel einzukaufen
- Für Campingausflüge auf Leichtmaterialien wie Titan oder Bambus zu setzen
- Aluminium- statt Stahlgasflaschen zu verwenden
Technische Vorbereitung und kluge Tankstrategie
Ein technischer Check vor Antritt der Reise kann ebenfalls erhebliche Einsparungen bringen. Ein zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch – ein Problem, das sich durch einen einfachen Reifencheck vermeiden lässt.
Beim Tanken selbst gibt es mehrere Sparmöglichkeiten:
- „Der Biokraftstoff E10 ist für die meisten modernen Benziner freigegeben und oft etwas günstiger als Super E5“, erklärt Schwarz. Allerdings sollte man stets die Freigabe beim Fahrzeughersteller prüfen.
- Tankstopps abseits der Autobahn planen, da die Preise auf Autohöfen häufig niedriger ausfallen als an Autobahntankstellen.
- Bei Grenzfahrten lohnt der Blick auf die Preistafeln jenseits der Grenze, da die Spritpreise in Europa stark variieren.
Vorausschauende Fahrweise und Stressvermeidung
Neben den praktischen und technischen Tipps betont Schwarz die Bedeutung der mentalen Vorbereitung. Zeitpuffer einplanen und Stoßzeiten vermeiden sind ebenso wichtig wie regelmäßige Pausen, um Stress zu reduzieren.
„Wer gut vorbereitet startet, vorausschauend und ruhig fährt, kommt nicht nur entspannter ans Ziel – sondern spart durch den gleichmäßigeren Fahrstil oft auch spürbar Kraftstoff und damit bares Geld“, fasst der TÜV-Experte zusammen. Diese ganzheitliche Herangehensweise verbindet ökonomische mit sicherheitsrelevanten Aspekten und sorgt so für eine rundum gelungene Osterreise.



