Vatertag: Höheres Unfallrisiko durch Alkohol am Steuer
Vatertag: Höheres Unfallrisiko durch Alkohol

Berlin - Die ersten Autofahrer mit Alkohol im Blut hat die Polizei bereits in der Nacht zu Christi Himmelfahrt gestoppt. Experten zufolge ist das Risiko von Unfällen unter Alkoholeinfluss an Vatertag dreimal so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag im Jahr. Das teilte der Deutsche Verkehrssicherheitsrat auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes im Vorfeld des Feiertags mit. Demnach ereigneten sich am Vatertag vor einem Jahr bundesweit 284 Unfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. Dabei wurden insgesamt 64 Menschen schwer und 167 leicht verletzt.

Erste Polizeibilanz

Bereits kurz nach Mitternacht meldete die Polizei erste Unfälle. In Rheinland-Pfalz stieß ein 45-Jähriger mit seinem Auto in Bad Kreuznach gegen einen Baum. „Der Fahrer setzte seine Fahrt nach der Kollision jedoch unbeirrt fort“, teilten die Beamten mit. Wenig später stellte er seinen Wagen auf einem Parkplatz ab, wurde jedoch von Polizisten aufgegriffen. Bei ihm wurden 1,86 Promille Atemalkohol festgestellt. Ebenfalls in Rheinland-Pfalz, westlich von Mainz, prallte ein Autofahrer gegen einen geparkten Wagen in Windesheim. Laut Polizei fuhr der 32-Jährige weiter – der mutmaßliche Fahrer wurde wenig später mit 2,1 Promille gestellt. Auch bei einer Verkehrskontrolle in Kaiserslautern wurde bei einem jungen Autofahrer Alkohol festgestellt, ebenso bei einem 27-Jährigen im thüringischen Apolda.

Appell von Experten: Kein Alkohol am Steuer

„Verkehrssicherheit braucht klare Regeln – und verständlich ist nur eine einzige: Kein Alkohol am Steuer oder auf dem Fahrrad – weder an Himmelfahrt, noch an einem anderen Tag des Jahres“, wurde der Hauptgeschäftsführer des Verkehrssicherheitsrates, Stefan Grieger, in einer Mitteilung zitiert. „Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat auch an Feiertagen Vorrang vor jeder Trinktradition.“ Der ADAC warnt, viele Autofahrerinnen und -fahrer seien sich nicht bewusst, dass auch der Konsum geringer Mengen Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtige. „Ab 0,5 Promille kann die Reaktionsfähigkeit deutlich nachlassen.“ Zudem steige das Aggressionspotenzial. Der Verkehrssicherheitsrat wurde 1969 gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein.

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