Verdi startet zweiwöchige Warnstreikwelle im sächsischen Nahverkehr
Warnstreikwelle im sächsischen Nahverkehr gestartet

Verdi startet zweiwöchige Warnstreikwelle im sächsischen Nahverkehr

Die Gewerkschaft Verdi hat eine zweiwöchige Warnstreikwelle im Nahverkehr von Sachsen eingeleitet. Den Auftakt bildet ein Arbeitskampf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der bis zum 22. März andauern soll. Dieser Streik führt zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Region.

Massive Einschränkungen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist der Nahverkehr erheblich beeinträchtigt. Die Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE) meldet, dass ein Großteil der Verbindungen im Regional- und Stadtverkehr ausfällt. Betroffen sind auch Fähren und die Kirnitzschtalbahn. Darüber hinaus sind der Schülerverkehr sowie Sport- und Schwimmbusse von den Streikmaßnahmen betroffen.

Einzelne Buslinien in Dresden und im Landkreis Meißen, die von der RVSOE betrieben werden, fahren ebenfalls nicht oder nur eingeschränkt. Allerdings wirkt sich der Warnstreik nicht auf den gesamten Nahverkehr in diesen Gebieten aus. Die Regionalzüge und S-Bahnen in der Sächsischen Schweiz verkehren regulär, da die Deutsche Bahn nicht bestreikt wird. Auch bei Linien der Dresdner Verkehrsbetriebe oder von Subunternehmern gibt es keine Einschränkungen.

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Hintergrund: Festgefahrene Tarifverhandlungen

Die Mitarbeiter der RVSOE sind bis Dienstag, 3.00 Uhr, aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Hintergrund des Streiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im Nahverkehr für die AVN-Gruppe Sachsen. Die dritte Verhandlungsrunde am 4. März blieb laut Gewerkschaft ohne Ergebnis, was zu der aktuellen Eskalation führte.

Die Warnstreikwelle wird sich über zwei Wochen erstrecken und verschiedene Regionen in Sachsen betreffen. Am Dienstag folgt ein Warnstreik in Zwickau. Verdi hat für diese Woche zudem Aktionen im Erzgebirgskreis, in den Landkreisen Meißen und in Chemnitz angekündigt. In der kommenden Woche sollen die Landkreise Mittelsachsen, Zwickau, Görlitz, Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Städte Chemnitz, Dresden und Görlitz betroffen sein. Konkrete Termine will die Gewerkschaft mit mindestens 48 Stunden Vorlauf bekanntgeben.

Diese Streikmaßnahmen verdeutlichen die angespannte Situation im sächsischen Nahverkehr und unterstreichen die Dringlichkeit einer Einigung in den Tarifverhandlungen. Reisende werden aufgefordert, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen zu informieren.

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