Wetterumschwung: Erst Sonne, dann Starkregen und Gewitter
Wetterumschwung: Sonne, dann Regen

Nach einem sonnigen Wochenende steht Deutschland ein heftiger Wetterumschwung bevor. Während der Montagmorgen vielerorts noch freundlich beginnt, ziehen im Tagesverlauf von Westen her dunkle Wolken auf. Starkregen, Gewitter und ein deutlicher Temperatursturz sind die Folge.

Temperaturen am Montag: Bis zu 29 Grad im Osten

Am Montag liegen die Höchstwerte zwischen 24 und 28 Grad. In Teilen Sachsens, Brandenburgs und Ostbayerns sind sogar 29 Grad möglich. Im Westen und Norden bleibt es mit 17 bis 22 Grad kühler, an der Nordsee werden stellenweise nur 14 bis 16 Grad erreicht.

Wetterexperte erklärt die Ursache

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärte gegenüber BILD: „Das Omega-Hoch Uli kippt nach Osten ab. Von Westen schiebt sich ein Tiefdruckkomplex heran, und quer über die Mitte Deutschlands bildet sich eine Luftmassengrenze. Auf der einen Seite warme, feuchte Mittelmeerluft, auf der anderen kältere Polarluft, die langsam nach Süden vorankommt.“

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Wann die Regenwolken aufziehen

Die Folge sind Gewitter und kurze Starkregen. „Im Laufe des Nachmittags und Abends kann sich von West nach Ost eine Schauer- und Gewitterlinie quer durchs Land schieben, mit Schwerpunkten zwischen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, dem westlichen Mittelgebirgsraum und dem Streifen Köln–Berlin“, so Jung. Er warnt vor Starkregen mit 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen um 70 km/h. „Wer morgens nur kurz aus dem Fenster schaut, ahnt davon nichts.“

Warum Überschwemmungen drohen

Da der April insgesamt zu trocken war, lauern besondere Gefahren. Dominik Jung erklärt: „Trockene Böden plus Starkregen ist eine ungünstige Kombination. Fällt nun plötzlich Starkregen auf den ausgedörrten Boden, läuft das Wasser oberflächlich ab statt zu versickern.“ Dies könne zu Sturzfluten in Senken, Unterführungen oder an kleinen Bachläufen führen. Bis das Unwetter durchzieht, bleibe zudem die Waldbrandgefahr in trockenen Regionen erhöht.

Sonnenbrandgefahr trotz Regen

Trotz des Wetterchaos besteht am Montag auch Sonnenbrandgefahr. Diplom-Meteorologe Jung: „Bei klarem Himmel und dem hohen Sonnenstand Anfang Mai erreicht der UV-Index morgen 7 bis 8 – also hoch.“ Viele würden noch nicht an Sonnenschutz denken, da der leichte Wind das Wärmegefühl zusätzlich dämpft. „Schon nach 20 bis 30 Minuten ist der erste Sonnenbrand des Jahres da.“

Ausblick ab Dienstag

„Großer Regen kommt dann erst am Dienstag und dann wird es kühl, kaum noch 10 Grad“, sagt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber BILD. „Eine Art verfrühter Vorgriff auf die Eisheiligen“, ergänzt sein Kollege Dominik Jung. Allerdings fügt er hinzu: „Bereits zum kommenden Wochenende, also rund um den 9. und 10. Mai, geht es spürbar bergauf, mit Werten um die 20 Grad. Drei, maximal vier Tage Dämpfer, dann wird es wieder freundlicher.“

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